Stadt Leipzig · Immobilienbewertung · Verkehrswertermittlung

Immobilienbewertung in Leipzig

Leipzig ist ein großer und stark differenzierter Immobilienmarkt. Zwischen Zentrum, Gründerzeitquartieren, Geschossbau-, Villen- und Einfamilienhauslagen, dörflich geprägten Ortsteilen sowie Gewerbe- und Logistikstandorten unterscheiden sich Kaufpreise und wertbestimmende Merkmale erheblich. Grundlage der Einordnung sind die amtlichen Daten des Gutachterausschusses für die Stadt Leipzig.

Stadt Leipzig · Marktdaten 2025 · Bodenrichtwertstichtag 01.01.2026 · Wohn- bis Gewerbeimmobilien

Persönliche Immobilien­bewertung statt anonymer Plattform.

Der Auftrag bleibt fachlich in einer Hand: vom ersten Gespräch über den Ortstermin und die Marktdatenanalyse bis zur Ausarbeitung und Rückfrage.

Jens Krüger, Sachverständiger für Immobilienbewertung

Jens Krüger

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) · Sachverständiger für Immobilienbewertung

Seit 2005 bin ich in der Immobilienbewertung tätig. Mein bautechnischer und kaufmännischer Hintergrund verbindet die Bewertung des Grundstücksmarktes mit einem praktischen Blick auf Gebäude, Nutzung und wirtschaftliche Zusammenhänge.

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Eine wachsende Großstadt mit sehr unterschiedlichen Teilmärkten

Der Grundstücksmarktbericht 2026 weist für Leipzig 2025 rund 633.600 Einwohner mit Hauptwohnsitz aus. Seit 2016 ist die Einwohnerzahl damit von rund 579.500 um mehr als 50.000 gestiegen. Die Stadtfläche beträgt rund 298 km². Für den Immobilienmarkt ist aber nicht allein das Wachstum entscheidend, sondern die räumliche und bauliche Vielfalt innerhalb der Stadt.

Leipzig verbindet eine kompakte Innenstadt und dicht bebaute Gründerzeitquartiere mit aufgelockerten Wohngebieten, Villenlagen, Einfamilienhaussiedlungen, eingemeindeten dörflichen Strukturen und großflächigen Gewerbe- und Logistikstandorten. Genau diese Unterschiede bildet auch der Gutachterausschuss ab: Seine Lageklassifizierung unterscheidet Zentrumslage, Geschossbaulage beziehungsweise Mehrfamilienhauslage, Einfamilienhauslage, Villenlage, Gemengelage, städtisch überprägte beziehungsweise randstädtisch gemischte Ortslage, Dorflage, Außenbereichslage und Gewerbelage.

Damit ist bereits die amtliche Datensystematik ein Hinweis darauf, dass „Immobilienpreise Leipzig“ als einzelne Zahl wenig aussagekräftig sind. Eine Wohnung im sanierten Altbau, ein Neubau, ein Mehrfamilienhaus, eine Villa, ein Reihenhaus oder ein Gewerbegrundstück gehören jeweils in einen anderen Teilmarkt.

Der Grundstücksmarktbericht selbst formuliert diese Grenze klar: Bandbreiten und Mittelpreise charakterisieren das Marktverhalten und dienen in erster Linie der Marktorientierung. Für eine sach- und marktgerechte Verkehrswertermittlung müssen weitere Merkmale wie Lage, Art und Maß der baulichen Nutzung, Beschaffenheit und tatsächliche Eigenschaften einbezogen werden.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Mehr Transaktionen – aber keine einheitliche Entwicklung aller Segmente

2025 wurden in Leipzig insgesamt 6.341 Kauffälle registriert. Das waren 22 % mehr als 2024. Der Geldumsatz lag mit rund 2,457 Mrd. € dagegen nahezu exakt auf Vorjahresniveau. Diese Kombination zeigt bereits, dass eine höhere Zahl von Transaktionen nicht automatisch einen entsprechend höheren Gesamtumsatz bedeutet.

Kauffälle 20256.341

+22 % gegenüber 2024

Geldumsatz 20252,457 Mrd. €

nahezu auf Vorjahresniveau

Sondereigentum5.163 Kauffälle

rund 81 % aller Kauffälle

Besonders stark entwickelte sich das Sondereigentum: Die Kauffallzahl stieg von 4.116 auf 5.163, der Geldumsatz von 989 Mio. € auf 1,293 Mrd. €. Damit entfielen 2025 rund 81 % aller Kauffälle und rund 53 % des Geldumsatzes auf Sondereigentum.

Bei bebauten Grundstücken verlief die Entwicklung anders. Die Kauffallzahl stieg zwar von 827 auf 902, der Geldumsatz sank jedoch von rund 1,314 Mrd. € auf 1,021 Mrd. €. Bei unbebauten Grundstücken blieb die Kauffallzahl mit 276 nahezu stabil; der Geldumsatz sank leicht auf rund 143 Mio. €.

Auch der Flächenumsatz ging zurück: Bei unbebauten und bebauten Grundstücken zusammen wurden 2025 rund 228 ha umgesetzt, 19 % weniger als 2024. Für die Marktanalyse ist deshalb nicht eine einzelne Kennzahl entscheidend, sondern das Zusammenspiel von Kauffallzahl, Geld- und Flächenumsatz sowie der jeweiligen Objektart.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026, Marktjahr 2025.

Vier Wohnlagen – und neun unterschiedliche Lageklassen

Der Gutachterausschuss unterscheidet vier Wohnlagestufen: einfach, mittel, gut und sehr gut. Die Zuordnung erfolgt nicht nur nach einem Ortsnamen. Berücksichtigt werden Immissionen, Bauweise und Straßenbild, Erschließung, Grün beziehungsweise Nähe zu Park oder Auwald, Infrastruktur und Nahversorgung, ÖPNV, Lage zur Innenstadt und zu Freizeiteinrichtungen sowie Image und Repräsentation.

Daneben stehen die Lageklassen. Eine Villenlage ist etwas anderes als eine Geschossbaulage, auch wenn beide im selben Ortsteil liegen können. Eine randstädtisch gemischte Ortslage unterscheidet sich wiederum von einer Dorflage oder einer reinen Einfamilienhauslage. Für die Bewertung bedeutet das: Stadtbezirk und Ortsteil sind wichtige räumliche Anhaltspunkte, reichen als Lagebeschreibung aber nicht aus.

Gerade diese Systematik ist für Leipzig wertvoll. Sie erlaubt es, die Marktinformationen nicht als Stadtteil-Ranking zu missverstehen, sondern die konkrete Lagequalität und Nutzungsstruktur eines Grundstücks sachverständig einzuordnen.

Baujahr, Gebäudetyp, Zustand, Lage und Grundstück wirken zusammen

Der Grundstücksmarktbericht differenziert freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, Reihenend- und Reihenmittelhäuser nach Baujahresgruppen, Stadtbezirken und baulichem Zustand. Für detaillierte Kaufpreisauswertungen werden unter anderem ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse, Grundstücke über 1.500 m², mehrere Hauptgebäude sowie Wohnflächen außerhalb von 80 bis 200 m² ausgeschlossen.

EFH Baujahr 2021–20254.398 €/m²

Mittelwert · nur 7 Verkäufe

DHH Baujahr vor 19303.144 €/m²

Mittelwert · 19 Verkäufe

EFH/ZFH ab 1991485.000 €

Median Kaufpreis der Sachwert-Stichprobe

Bei jungen freistehenden Einfamilienhäusern der Baujahre 2021 bis 2025 lagen 2025 nur sieben auswertbare Kauffälle vor. Der stadtweite Mittelwert lag bei rund 4.398 €/m² Wohnfläche. Bereits die geringe Fallzahl zeigt, warum daraus kein allgemeiner Leipziger Neubau-Hauspreis abgeleitet werden sollte.

Für Doppelhaushälften der Baujahre vor 1930 standen 19 auswertbare Verkäufe zur Verfügung. Der stadtweite Mittelwert lag bei rund 3.144 €/m²; die in den einzelnen Stadtbezirken beobachteten Werte unterscheiden sich deutlich. Bei älteren freistehenden Einfamilienhäusern zeigt der Bericht ebenfalls erhebliche Unterschiede nach Stadtbezirk und Baujahresgruppe.

Die Sachwertauswertung bestätigt diese Differenzierung. Für Ein- und Zweifamilienhäuser vor 1991 lag der Median der untersuchten Kaufpreise bei rund 352.000 €, der Median des vorläufigen Sachwerts bei rund 314.000 €. Bei Häusern ab 1991 lag der Median des Kaufpreises in der ausgewerteten Stichprobe bei rund 485.000 € und der Median des vorläufigen Sachwerts bei rund 436.000 €. Daraus werden gebäudetypbezogene Sachwertfaktoren abgeleitet – nicht ein pauschaler Faktor für ganz Leipzig.

Für eine konkrete Hausbewertung müssen deshalb zunächst Gebäudetyp, Baujahr, Modernisierungszustand, wirtschaftliche Restnutzungsdauer, Wohnfläche, Grundstück und Lage mit dem jeweiligen Auswertungsmodell zusammenpassen.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Leipzigs größter Teilmarkt verlangt eine saubere Segmentierung

Mit 5.163 Kauffällen war Sondereigentum 2025 der mit Abstand größte Leipziger Teilmarkt. Gerade deshalb wäre ein einziger „Wohnungspreis Leipzig“ irreführend. Der Bericht differenziert nach Erst- und Wiederverkauf, Neubau, saniertem Altbau, Baujahr, Stadtbezirk beziehungsweise Ortsteil, Wohnungsgröße und teilweise weiteren Merkmalen wie Stellplatz.

Neubau-Erstverkauf mit Stellplatz6.451 €/m²

Durchschnitt · 214 Verkäufe

Sondereigentum gesamt5.163 Kauffälle

Marktjahr 2025

Geldumsatz Sondereigentum1,293 Mrd. €

+31 % gegenüber 2024

Bei Neubau-Erstverkäufen mit Stellplatz wurden stadtweit 214 Verkäufe ausgewertet. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 6.451 €/m². Dieser Wert ist kein allgemeiner Neubaupreis für jede Leipziger Lage; die ortsteilbezogenen Auswertungen zeigen erhebliche Unterschiede und unterschiedliche Fallzahlen.

Bei Wiederverkäufen ist die Datenbasis deutlich breiter und zugleich stärker segmentiert. Der Gutachterausschuss trennt unter anderem Wohnungen in sanierten Altbauten der Baujahre vor 1991 von jüngeren Gebäuden. Für die Wertermittlung ist diese Trennung wesentlich, weil Bau- und Sanierungsjahr, Wohnlage, Wohnungsgröße und Bodenrichtwert statistisch nachweisbare Einflüsse haben.

Besonders interessant ist die fachliche Ebene hinter den Preisübersichten: Für die Ableitung von Umrechnungskoeffizienten wurden große Kaufpreisstichproben untersucht. Solche Daten erlauben eine wesentlich präzisere Markteinordnung als ein Online-Portal, setzen aber voraus, dass die Modellbedingungen zur konkreten Wohnung passen.

Für Eigentumswohnungen gilt deshalb besonders: Kaufpreis je Quadratmeter ist nur der Einstieg. Gebäudealter und Sanierungsstand, Wohnlage, Wohnungsgröße, Geschoss, Ausstattung, Stellplatz, Gemeinschaftseigentum und rechtliche Gegebenheiten müssen gemeinsam betrachtet werden.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Kaufpreis, Miete, Rohertragsfaktor und Rendite werden gemeinsam betrachtet

2025 wurden insgesamt 229 Mehrfamilienhausverkäufe mit rund 410,1 Mio. € Geldumsatz registriert. Die meisten Kauffälle entfielen auf den Stadtbezirk Ost, gefolgt von Altwest, Nord, Südost und Südwest. Der Marktbericht trennt unsanierte Altbauten, sanierte Altbauten, Neubauten und jüngere Bestände.

Sanierter MFH-Altbau1.825 €/m²

Mittelwert · 124 Verkäufe

Nettokaltmiete6,73 €/m²

Mittelwert der Stichprobe

Rohertragsfaktor23,1

Mittelwert der Stichprobe

Nettoanfangsrendite3,1 %

Mittelwert der Stichprobe

Bei unsanierten Mehrfamilienhäusern standen nur neun vollständig auswertbare Kauffälle zur Verfügung. Der Median lag bei 1.864 €/m² Wohn-/Nutzfläche. Wegen der geringen Fallzahl verzichtet der Gutachterausschuss hier auf eine weitere Differenzierung nach Stadtbezirken.

Für sanierte Altbauten ist die Datenbasis wesentlich stärker. Bei 124 ausgewerteten Verkäufen mit weniger als 20 % gewerblichem Mietflächenanteil lag der stadtweite mittlere Kaufpreis bei 1.825 €/m², die mittlere Nettokaltmiete bei 6,73 €/m², der mittlere Rohertragsfaktor bei 23,1 und die Nettoanfangsrendite bei 3,1 %.

Die Stadtbezirke unterscheiden sich deutlich. In Mitte lag der mittlere Kaufpreis bei 2.184 €/m² und der Rohertragsfaktor bei 24,5; im Süden bei 2.317 €/m² und 24,1; im Nordwesten dagegen bei 1.664 €/m² und einem Faktor von 20,4. Südwest erreichte trotz eines mittleren Kaufpreises von 1.776 €/m² einen Faktor von 26,5. Kaufpreis und Faktor bewegen sich also nicht automatisch parallel, weil auch die erzielbaren Mieten und die konkrete Objektstruktur variieren.

Für Renditeobjekte ist das zentral: Ein Rohertragsfaktor ist keine universelle Leipziger Kennzahl. Miete, Leerstand, Restnutzungsdauer, Bodenwert, Bewirtschaftungskosten, gewerblicher Mietflächenanteil und Objektart müssen zum jeweiligen Bewertungsmodell passen.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Büro, Handel, Produktion und Logistik sind keine homogene Objektgruppe

Leipzig verfügt über einen eigenständigen Markt für Wirtschaftsimmobilien. Der Grundstücksmarktbericht unterscheidet unter anderem Wohn- und Geschäftshäuser mit höherem Gewerbeanteil, Büro- und Verwaltungsgebäude, Einzelhandel, Werkstätten, Industriebauten sowie Lager- und Logistikobjekte.

Der Gutachterausschuss weist ausdrücklich darauf hin, dass – mit Ausnahme der Wohn- und Geschäftshäuser – aufgrund der teilweise geringen Datenlage keine belastbaren weitergehenden Detailaussagen möglich sind. Genau diese Grenze ist für die Bewertung wichtig.

Ein Bürogebäude in innerstädtischer Lage ist mit einem Logistikobjekt, einer Produktionshalle oder einem Einzelhandelsobjekt weder hinsichtlich Grundstück, Drittverwendungsfähigkeit, Mietstruktur noch technischer Ausstattung sinnvoll über einen gemeinsamen Quadratmeterpreis vergleichbar.

Bei Gewerbe- und Industrieimmobilien müssen deshalb Nutzung, Lage, Grundstück, planungsrechtliche Möglichkeiten, Gebäudestruktur, technische Ausstattung, Miet- beziehungsweise Betreiberverhältnisse und alternative Nutzungsmöglichkeiten objektspezifisch untersucht werden. Eine geringe Zahl tatsächlich vergleichbarer Verkäufe erhöht die Bedeutung der sachverständigen Marktanalyse.

Wohnbauland wird nach Nutzung, Lage und Ausnutzung differenziert

Auch beim Boden gibt es in Leipzig keinen sinnvollen pauschalen Stadtwert. Der Gutachterausschuss unterscheidet individuellen Wohnungsbau, Geschosswohnungsbau und Wirtschaftsimmobilien und berücksichtigt zusätzlich Wohnlage, Grundstücksgröße und bei dichter Bebauung das Maß der baulichen Nutzung.

EFH-Lage einfach250 €/m²

Bezugsgröße 500 m²

EFH-Lage mittel350 €/m²

Bezugsgröße 500 m²

EFH-Lage gut430 €/m²

Bezugsgröße 500 m²

Für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus mit einer Bezugsgröße von 500 m² nennt der Bericht zum Stichtag 01.01.2026 durchschnittliche Bodenwertniveaus von rund 250 €/m² in einfacher, 350 €/m² in mittlerer und 430 €/m² in guter Wohnlage. Diese Werte sind lagebezogene Orientierungsgrößen und kein Ersatz für die konkrete Bodenrichtwertzone.

Beim Geschosswohnungsbau wird zusätzlich die wertrelevante Geschossflächenzahl berücksichtigt. Bei einer WGFZ von 2,0 reichen die dargestellten Bodenwertniveaus je nach Wohnlage beispielsweise von rund 520 €/m² bis 2.000 €/m². Schon daran wird deutlich, wie stark bauliche Ausnutzbarkeit und Lage zusammenwirken.

Für den individuellen Wohnungsbau hat der Gutachterausschuss den Einfluss der Grundstücksfläche statistisch untersucht. Aus 1.392 Kauffällen blieben nach Filterung und Ausreißerprüfung 1.105 Kauffälle für die Ableitung der Flächenumrechnungskoeffizienten. Normiert wird auf 500 m². Ein 700-m²-Grundstück wird damit nicht automatisch mit demselben Quadratmeterwert wie ein 400-m²-Richtwertgrundstück angesetzt.

Für Geschossbaugrundstücke wurde zusätzlich die Abhängigkeit des Bodenwerts von der WGFZ untersucht. Nach Filterung und Ausreißerprüfung verblieben 253 Kauffälle. Auch hier weist der Gutachterausschuss ausdrücklich darauf hin, dass Anpassungsergebnisse sachverständig auf ihre Marktkonformität zu prüfen sind.

Bodenrichtwert und Bodenwert – was ist der Unterschied? →

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Liegenschaftszinssätze, Sachwertfaktoren und Umrechnungskoeffizienten statt Portalwert

Der Leipziger Grundstücksmarktbericht geht weit über Kaufpreisübersichten hinaus. Für die professionelle Immobilienbewertung enthält er Liegenschaftszinssätze für Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser und Eigentumswohnungen, Sachwertfaktoren für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Umrechnungskoeffizienten für Grundstücksfläche und WGFZ.

Bei den Liegenschaftszinssätzen werden die Modellparameter genau definiert: Bewirtschaftungskosten nach ImmoWertV, objektspezifisch angepasster Bodenrichtwert, Gesamtnutzungsdauer, tatsächliche und plausibilisierte Nettokaltmieten, Restnutzungsdauer und Rohertrag. Ein Liegenschaftszinssatz ist deshalb keine frei übertragbare „Rendite Leipzig“, sondern Bestandteil eines bestimmten Bewertungsmodells.

Der Bericht weist zudem auf Grenzen seiner Datengrundlage hin. Bei bestimmten Mehrfamilienhäusern ab Baujahr 1991 und bei Wohn- und Geschäftshäusern stehen nur relativ wenige geeignete Kauffälle zur Verfügung. Solche Kennzahlen sind nicht wertlos – ihre Aussagekraft muss aber bei der Anwendung sachverständig gewürdigt werden.

Ähnliches gilt für die Sachwertfaktoren. Sie werden getrennt nach Baujahresgruppen und Gebäudetypen abgeleitet. Ein Reihenmittelhaus, eine Doppelhaushälfte und ein freistehendes Einfamilienhaus können trotz ähnlichen vorläufigen Sachwerts unterschiedliche Marktanpassungen aufweisen.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen Marktinformation und Immobilienbewertung: Der Bericht liefert eine sehr gute Datenbasis. Die fachliche Aufgabe besteht darin, das richtige Modell, die passende Stichprobe und die objektspezifischen Anpassungen für die konkrete Immobilie auszuwählen.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Grundstücksmarktbericht 2026 (Stichtag 01.01.2026), Marktjahr 2025.

Von der Leipziger Marktinformation zur konkreten Verkehrswertermittlung

Die Tiefe des Leipziger Grundstücksmarktberichts macht besonders deutlich, warum eine Immobilienbewertung nicht aus einem Stadtmittelwert bestehen kann. Schon die amtliche Systematik trennt Wohnlagen, Lageklassen, Gebäudearten, Baujahre, Sanierungszustände, Grundstücksgrößen und Nutzungsarten.

Bei einer Eigentumswohnung muss zunächst der passende Teilmarkt bestimmt werden. Bei einem Einfamilienhaus sind Gebäudetyp, Baujahr, Zustand, Grundstück und Lage gemeinsam zu würdigen. Bei Mehrfamilienhäusern und Wohn-/Geschäftshäusern kommen Ertrag, Leerstand, Restnutzungsdauer und Liegenschaftszins hinzu. Bei Gewerbe- und Industrieobjekten ist die Vergleichbarkeit wegen der heterogenen Nutzungen noch anspruchsvoller.

Die auf dieser Seite dargestellten Daten dienen deshalb der Marktorientierung. Die Immobilienbewertung beziehungsweise Verkehrswertermittlung beginnt dort, wo die amtlichen Daten auf das konkrete Grundstück und Gebäude übertragen werden.

Verkehrswertgutachten → Kurzbewertung → Marktwertindikation → Gewerbe & Industrie →

Immobilie in Leipzig bewerten lassen →

Stadt Leipzig – keine Vermischung mit dem Landkreis Leipzig

Fachliche Grundlage dieser Seite ist der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, Stichtag 01.01.2026. Er umfasst das Marktgeschehen des Jahres 2025 und wurde am 26.02.2026 bestätigt.

Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich ausschließlich auf das Gebiet der Stadt Leipzig. Daten des Landkreises Leipzig oder anderer Umlandgemeinden werden nicht mit den städtischen Marktdaten vermischt.

Die Zahlen werden eigenständig redaktionell eingeordnet und nicht als Preisangabe für eine konkrete Immobilie verwendet. Bei kleinen Stichproben oder eingeschränkter Datenlage wird die Aussagegrenze ausdrücklich berücksichtigt.

Dresden ist der Standort – Sachsen das Tätigkeitsgebiet

Bewertungsaufträge übernehme ich im gesamten Freistaat Sachsen. Von meinem Standort in Dresden aus bin ich für meine Auftraggeber in allen Regionen Sachsens tätig.

Zum Tätigkeitsgebiet gehören neben Dresden und dem unmittelbaren Umland unter anderem Radebeul, Freital, Pirna und Meißen ebenso wie Bautzen, Freiberg, Döbeln, Chemnitz und Leipzig.

Regionale Immobilienmärkte in Sachsen

Die Immobilienmärkte in Sachsen unterscheiden sich deutlich. Die folgenden Marktseiten sind deshalb nach den jeweils zuständigen Gutachterausschüssen getrennt und einheitlich aufgebaut.

Immobilienbewertung in Sachsen

Verkehrswert­gutachten

Ausführliche Bewertung mit vertiefter Prüfung und nachvollziehbarer Herleitung des Verkehrswertes.

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Kurzbewertung

Sachverständige Wertermittlung mit Ortstermin und bewusst reduziertem Prüfungs- und Dokumentationsumfang.

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Marktwertindikation

Überschlägige Schreibtischbewertung für eine erste Orientierung auf Grundlage vorhandener Unterlagen und Marktdaten.

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Kaufberatung

Persönliche Besichtigung und sachverständige Einordnung vor einer Kaufentscheidung.

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Flächenermittlung

Wohn-, Nutz- und Mietflächen: Aufmaß, Berechnung oder Plausibilisierung – bei Bedarf mit Übersichtsgrundrissen.

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Mehrfamilienhaus, Gewerbe & Industrie

Individuelle Bewertung von Ertrags-, Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien sowie komplexeren Betriebsstandorten.

Zum Objektbereich →

Unterschiedliche Auftraggeber – unterschiedliche Bewertungsanlässe

Privatkunden benötigen Immobilienbewertungen beispielsweise bei Kauf oder Verkauf, Erbschaft, Trennung, Vermögensfragen oder zur allgemeinen Orientierung. Kanzleien, Unternehmen & Institutionen benötigen belastbare Immobilienwerte unter anderem für unternehmerische, rechtliche, finanzierungsbezogene oder steuerliche Fragestellungen.

Immobilienbewertung für Kanzleien, Unternehmen und Institutionen →

Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktdaten in Sachsen

Die örtlich zuständigen Gutachterausschüsse führen Kaufpreissammlungen, ermitteln Bodenrichtwerte und leiten weitere für die Wertermittlung erforderliche Daten ab.

Ein Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert eines konkreten Grundstücks. Er bezieht sich auf ein modellhaftes Bodenrichtwertgrundstück innerhalb einer Zone. Abweichende Grundstücksmerkmale und die konkrete Marktsituation sind bei der Bewertung zu prüfen.

BORIS Sachsen – Bodenrichtwerte →

Häufige Fragen

Bewerten Sie Immobilien im gesamten Freistaat Sachsen?

Ja. Vom Standort Dresden aus übernehme ich Bewertungsaufträge in allen Regionen Sachsens.

Ist der Bodenrichtwert bereits der Wert meines Grundstücks?

Nein. Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für ein modellhaftes Grundstück innerhalb einer Bodenrichtwertzone. Das konkrete Grundstück kann davon abweichen.

Bewerten Sie auch Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien?

Ja. Zum Bewertungsspektrum gehören neben Wohnimmobilien auch Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien.

Welche Bewertung ist für meinen Fall die richtige?

Das hängt von Bewertungsanlass, Objektart und benötigter Aussagetiefe ab. Die Leistungsübersicht stellt die Bewertungsformen gegenüber.

Alle Bewertungsleistungen im Überblick →

Auch in Berlin und Lemgo persönlich für Sie tätig.

Berlin

Immobilienbewertung in Berlin, Potsdam und im gesamten Land Brandenburg.

Berlin →

Lemgo

Immobilienbewertung in Lemgo, Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden Regionen.

Lemgo →
Direkter Kontakt

JK-Wertermittlung Dresden

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Tel.: 0351 795 24 61
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