Standort Dresden · tätig in ganz Sachsen

Immobilien­bewertung in Dresden & Sachsen

Von Dresden aus bearbeite ich Bewertungsaufträge im gesamten Freistaat Sachsen – für private Eigentümer und Käufer ebenso wie für Unternehmen, Rechtsanwälte, Steuerberater und andere Kanzleien, Unternehmen und Institutionen.

Persönliche Bearbeitung · über 20 Jahre Bewertungspraxis · Wohn- bis Industrieimmobilien
Immobilienbewertung in Dresden und Sachsen

Persönliche Immobilien­bewertung statt anonymer Plattform.

Der Auftrag bleibt fachlich in einer Hand: vom ersten Gespräch über den Ortstermin und die Marktdatenanalyse bis zur Ausarbeitung und Rückfrage.

Jens Krüger, Sachverständiger für Immobilienbewertung

Jens Krüger

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) · Sachverständiger für Immobilienbewertung

Seit 2005 bin ich in der Immobilienbewertung tätig. Mein bautechnischer und kaufmännischer Hintergrund verbindet die Bewertung des Grundstücksmarktes mit einem praktischen Blick auf Gebäude, Nutzung und wirtschaftliche Zusammenhänge.

PersCert TÜV RheinlandEIPOS Immobilienbewertung Stufe IIüber 700 persönlich bearbeitete Bewertungsaufträge
Qualifikation & beruflicher Werdegang →
20+ JahreBewertungspraxis
700+persönlich bearbeitete Bewertungsaufträge
persönlichfachliche Bearbeitung durch Jens Krüger

Hochtechnologie, Wissenschaft und Stadt in der Landschaft

Dresden ist Landeshauptstadt, Universitäts- und Forschungsstadt, großer Wohnstandort und zugleich einer der bedeutendsten europäischen Mikroelektronikstandorte. Für den Immobilienmarkt ist diese Kombination wichtiger als jedes allgemeine Stadt-Ranking: Arbeitsplätze, Investitionen, Wissenschaft, Bevölkerungsentwicklung, Infrastruktur und Lebensqualität wirken auf Wohnungs-, Grundstücks- und Gewerbenachfrage.

Silicon Saxony und der Dresdner Norden. Die Landeshauptstadt bezeichnet Dresden als größten Mikroelektronikstandort Europas. GlobalFoundries, Infineon und Bosch produzieren bereits in Dresden; mit ESMC errichtet das Joint Venture von TSMC, Bosch, Infineon und NXP eine weitere Halbleiterfabrik im Airport Park. Die Stadt beziffert die Investition auf rund zehn Milliarden Euro und die unmittelbar geplanten Arbeitsplätze auf etwa 2.000. Parallel investieren Bestandsunternehmen und Zulieferer weiter in den Standort.

Immobilienwirtschaftlich ist daran nicht die Schlagzeile „Chipboom“ entscheidend. Relevant sind die Folgen für Flächen, Infrastruktur, Beschäftigung und Wohnen. Die Stadt rechnet in einem Fachkräftekonzept im Zusammenhang mit dem Wachstum von Bestandsunternehmen, ESMC sowie Zulieferern und Dienstleistern bis 2030 mit bis zu 10.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Das ist keine Preisprognose, erklärt aber, warum der Dresdner Norden und die Verflechtung mit dem Umland immobilienwirtschaftlich besonders aufmerksam zu beobachten sind.

Universitäts- und Forschungsstadt. Die TU Dresden ist Exzellenzuniversität; hinzu kommen HTW Dresden sowie Einrichtungen von Fraunhofer, Max Planck, Leibniz und Helmholtz. Die Stadt nennt mehr als 37.000 Studierende und elf Fraunhofer-Institute, -Einrichtungen und Institutsteile. Wissenschaft und Industrie sind in zahlreichen Technologieclustern eng miteinander verknüpft. Daraus entstehen unterschiedliche Nachfragegruppen – von Studierenden über internationale Fachkräfte bis zu Unternehmen mit hochspezifischem Flächenbedarf.

Stadt in der Landschaft. Dresden umfasst rund 328 km². Nach Angaben der Stadt sind etwa 62 % der Stadtfläche Wald- und Grünflächen. Die Elbe durchquert Dresden auf rund 23 km; hinzu kommen Dresdner Heide, Großer Garten, Elbwiesen, bewaldete Hänge, Hochflächen, historische Dorfkerne, Parks und Kleingärten. Diese Struktur erzeugt sehr unterschiedliche Mikromärkte.

Elbtal und Elbhänge. Loschwitz und angrenzende Bereiche sind durch Topografie, historische Villenbebauung, Weinberge, Elbschlösser, Grünräume und Blickbeziehungen geprägt. Gleichzeitig können Denkmalschutz, Landschaftsschutz, Hochwasser, Hanglage, Erschließung und eingeschränkte bauliche Entwicklungsmöglichkeiten die konkrete Bewertung wesentlich beeinflussen. Lebensqualität wird nicht pauschal „eingepreist“, sondern über das tatsächliche Marktverhalten und die Mikrolage nachvollzogen.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Aktuelles Markt-Update: stabile Transaktionen, differenzierte Preise

Der vollständige Grundstücksmarktbericht 2026 bildet mit dem Marktjahr 2025 die fachliche Hauptgrundlage. 2025 wurden 5.080 Erwerbsvorgänge registriert; der Geldumsatz lag bei rund 1,9 Mrd. €. Sondereigentum dominierte mit 3.910 Vorgängen und rund 77 % aller Transaktionen.

Erwerbsvorgänge 20255.080

vollständiges Marktjahr

Geldumsatz 2025rund 1,9 Mrd. €

vollständiges Marktjahr

Immobilienübergänge H1 20262.472

nahezu auf Vorjahresniveau

Marktvolumen H1 2026rund 844 Mio. €

aktuelles Halbjahres-Update

Der am 31. August 2026 veröffentlichte Halbjahresbericht aktualisiert dieses Bild. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 2.472 Immobilienübergänge mit rund 844 Mio. € Volumen registriert. Die Transaktionszahl lag nahezu exakt auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Der Gutachterausschuss stellt zugleich fest, dass die schwierigen Rahmenbedingungen bislang nicht zu einem allgemeinen Nachgeben der Preise geführt haben.

Die Teilmärkte bewegen sich jedoch unterschiedlich. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 lagen freistehende Einfamilienhäuser rund 3 % niedriger, Doppelhaushälften 4 % höher, Reihenendhäuser 28 % höher und Reihenmittelhäuser 13 % niedriger. Mehrfamilienhäuser lagen rund 3 %, überwiegend wohnwirtschaftlich genutzte Wohn- und Geschäftshäuser rund 5 % höher. Weiterverkaufte Eigentumswohnungen stiegen rund 3 %, Neubauwohnungen blieben auf hohem Niveau ungefähr stabil.

Bei bebauten Grundstücken wurden im ersten Halbjahr 2026 344 Kaufverträge registriert. Der Geldumsatz sank von 445,8 auf 381,9 Mio. €. Der Gutachterausschuss erklärt dies mit fehlenden großen Gewerbetransaktionen; der Umsatz bei Geschossbauten stieg dagegen um rund 30 Mio. €. Marktaktivität und Geldumsatz müssen deshalb gemeinsam gelesen werden.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Gebäudetyp und Wohnlage verändern die Aussage erheblich

Für freistehende Bestands-Einfamilienhäuser wurden im ersten Halbjahr 2026 76 Verkäufe ausgewertet. Der Median lag bei 3.535 €/m² Wohnfläche und bei rund 460.000 € Gesamtkaufpreis. Doppelhaushälften lagen bei 3.330 €/m², Reihenendhäuser bei 4.340 €/m² und Reihenmittelhäuser bei 3.165 €/m². Hinter jeder Kennzahl stehen andere Objekt- und Grundstücksstrukturen.

Freistehendes EFH3.535 €/m²

Median · 76 Verkäufe · H1 2026

Doppelhaushälfte3.330 €/m²

Median · H1 2026

Reihenendhaus4.340 €/m²

Median · H1 2026

Reihenmittelhaus3.165 €/m²

Median · H1 2026

Die vollständige Jahresauswertung 2025 geht tiefer. Bei freistehenden Einfamilienhäusern differenziert der Gutachterausschuss nach Wohnlagen. Der Median aller Lagen lag bei 3.750 €/m²; zwischen mittleren, guten und sehr guten Wohnlagen bestehen erhebliche Unterschiede. Eine konkrete Bewertung muss deshalb Lage, Grundstück, Baualter, Modernisierung, Ausstattung und wirtschaftliche Restnutzungsdauer gemeinsam betrachten.

Auch Bauland darf nicht mit Gebäudepreisen vermischt werden. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Median für unbebaute Grundstücke zur freistehenden Einfamilienhausbebauung bei 295 €/m². Dahinter standen nur 16 auswertbare Kauffälle. Der Gutachterausschuss erklärt ausdrücklich, dass daraus wegen geringer Fallzahl, räumlicher Verteilung und unterschiedlicher Grundstücksgrößen kein verlässlicher Preistrend abgeleitet werden kann.

Eine amtliche Kennzahl ist nur so gut wie ihre sachgerechte Anwendung. Ein Median aus Dresden wird nicht durch Multiplikation mit der Wohnfläche zum Verkehrswert eines konkreten Hauses.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Dresdens größter Transaktionsmarkt ist zugleich stark differenziert

Im ersten Halbjahr 2026 wurden 1.814 Eigentumswohnungen gehandelt: 244 Neubau-Erstverkäufe, 208 Erstverkäufe nach Umwandlung und 1.362 Weiterverkäufe. Der Geldumsatz lag bei 406,4 Mio. €. Für Neubauwohnungen lag der Median bei 6.255 €/m²; bei Weiterverkäufen aller Baujahre waren es 2.660 €/m².

Neubau-Erstverkauf6.255 €/m²

Median · H1 2026

Weiterverkauf2.660 €/m²

Median · H1 2026

Wohnungseigentum gesamt1.814 Verkäufe

H1 2026

Auch die Wohnungsgröße verändert das beobachtete Preisniveau. Im Weiterverkauf lag der Median bei Einraumwohnungen bei 2.440 €/m², bei Zweiraumwohnungen bei 2.525 €/m², bei Dreiraumwohnungen bei 2.825 €/m² und bei Vierraumwohnungen bei 3.480 €/m². Fast die Hälfte aller Weiterverkäufe entfiel auf Zweiraumwohnungen, weitere 32 % auf Dreiraumwohnungen.

Stadtteil ist nicht gleich Stadtteil. Im ersten Halbjahr 2026 reichten die Weiterverkaufsspannen beispielsweise in Altstadt I von 2.625 bis 6.480 €/m², in Blasewitz von 1.890 bis 6.305 €/m², in Loschwitz von 1.900 bis 6.000 €/m², in der Neustadt von 1.610 bis 4.780 €/m² und in Pieschen von 1.485 bis 4.335 €/m². Diese Spannen sind keine Stadtteilwerte für eine konkrete Wohnung; sie zeigen gerade die Heterogenität innerhalb der Gebiete.

Der Jahresbericht differenziert zusätzlich nach Wohnlage und Bau- beziehungsweise Sanierungsjahr. Bei weiterverkauften Wohnungen in Gebäuden ab Baujahr 1990 lag der Median 2025 in sehr guter Wohnlage bei 3.310 €/m², in guter Lage bei 2.730 €/m² und in mittlerer Lage bei 2.420 €/m². Für sanierte ältere Gebäude ergeben sich andere Werte. Neubau, sanierte Umwandlung und Weiterverkauf sind getrennte Märkte.

Auch bei sehr detaillierten amtlichen Daten bleibt die Frage entscheidend, ob die Vergleichsgruppe zur konkreten Wohnung passt: Baujahr, Sanierungsjahr, Wohnfläche, Wohnlage, Geschoss, Ausstattung, Stellplatz, Gebäudezustand und Gemeinschaftseigentum können die Einordnung verändern.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Ertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze: die professionelle Ebene des Dresdner Marktes

Im ersten Halbjahr 2026 wurden bei Mehrfamilienhäusern 63 Verkäufe ausgewertet. Der Median lag bei 1.965 €/m² Wohn-/Nutzfläche und einem Gesamtkaufpreis von rund 1,145 Mio. €. Bei überwiegend wohnwirtschaftlich genutzten Wohn- und Geschäftshäusern lag der Median bei 1.850 €/m² und rund 1,335 Mio. € Kaufpreis.

Mehrfamilienhäuser1.965 €/m²

Median · H1 2026

Wohn-/Geschäftshäuser1.850 €/m²

überwiegend Wohnen · Median H1 2026

Rohertragsfaktor MFH/WGH offen21,21

Median · 130 Fälle · Marktjahr 2025

Für Renditeobjekte ist der Quadratmeterpreis nur eine Ebene. Der Jahresbericht stellt deshalb Ertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze bereit. Der Rohertragsfaktor setzt den bereinigten Kaufpreis ins Verhältnis zum jährlichen Rohertrag. Der Liegenschaftszinssatz bildet innerhalb des Ertragswertverfahrens die marktübliche Verzinsung ab. Beide Kennzahlen werden nach Objektart, Bauweise und Restnutzungsdauer differenziert.

Bei offenen Mehrfamilienhäusern beziehungsweise überwiegend wohnwirtschaftlich genutzten Wohn- und Geschäftshäusern lag der mediane Rohertragsfaktor 2025 bei einer Restnutzungsdauer von 21 bis 35 Jahren bei 21,03. Bei 36 bis 55 Jahren waren es 23,19. Über alle 130 ausgewerteten Fälle lag der Median bei 21,21. Geschlossene Bauweise weist eine eigene Stichprobe und andere Kennzahlen auf.

Gerade hier zeigt sich, warum ein einzelner „Dresdner Faktor“ fachlich problematisch wäre. Restnutzungsdauer, tatsächliche beziehungsweise marktübliche Mieten, Grundstück, Bodenwert, Bewirtschaftungskosten, Bauweise, Leerstand und besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale wirken zusammen.

Auch der Liegenschaftszinssatz ist keine allgemeine Renditeangabe. Der Gutachterausschuss leitet ihn aus Kaufpreisen und Reinerträgen gleichartig bebauter und genutzter Grundstücke nach den Grundsätzen des Ertragswertverfahrens ab. Die Auswahl des geeigneten Parameters bleibt eine fachliche Aufgabe.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Hochtechnologiestandort – aber ein heterogener Gewerbeimmobilienmarkt

Der Dresdner Gewerbeimmobilienmarkt reicht von Büro- und Verwaltungsgebäuden über Handel, Hotels und Dienstleistungen bis zu Produktions- und Industrieobjekten. Die amtliche Kaufpreissammlung zeigt zugleich das zentrale Problem dieses Segments: Die Zahl der Transaktionen ist deutlich geringer als bei Wohnungen, während die Objekte wesentlich heterogener sind.

Büro-/Verwaltungsgebäude 20252.380 €/m²

Median Nutzfläche

Auswertbare Verkäufe8

kleine Stichprobe – keine pauschale Marktkennzahl

Für Büro- und Verwaltungsgebäude weist der Jahresbericht 2025 bei acht Verkäufen einen Median von 2.380 €/m² Nutzfläche aus. Schon die kleine Stichprobe zeigt, warum daraus kein allgemeiner „Büropreis Dresden“ werden darf. Für Produktion, Dienstleistung, Handel oder Gastgewerbe sind die Fallzahlen teilweise noch geringer.

Der Halbjahresbericht 2026 bestätigt diese Vorsicht ausdrücklich: Für Geschäfts- und Gewerbegebäude lässt der Gutachterausschuss wegen geringer Kaufvertragszahlen und ihrer Verteilung im Stadtgebiet keine belastbare Preistendenz zu. Im ersten Halbjahr 2026 fehlten zudem große gewerbliche Transaktionen, die den Geldumsatz im Vorjahreszeitraum stark geprägt hatten.

Für die Bewertung von Gewerbe- und Industrieimmobilien ist deshalb eine tiefergehende objektspezifische Marktanalyse besonders wichtig. Nutzung, Drittverwendungsfähigkeit, Hallen- und Büroanteile, Grundstück, Erschließung, Mietverträge, Betreiberbezug, technische Ausstattung und Investitionsbedarf können wichtiger sein als ein allgemeiner Quadratmeterwert.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Dresdner Nordens verstärkt diese Bedeutung. Halbleiterindustrie und Zulieferer erzeugen spezifischen Bedarf an Produktions-, Logistik-, Forschungs- und Büroflächen sowie an technischer Infrastruktur. Das rechtfertigt jedoch keine pauschale Wertsteigerungsannahme; entscheidend bleibt, ob und wie ein konkretes Objekt von dieser Nachfrage tatsächlich erreicht wird.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Sachwertfaktoren, Umrechnungskoeffizienten und Expertenstichproben

Der Dresdner Grundstücksmarktbericht ist für die Immobilienbewertung besonders wertvoll, weil er nicht bei Kaufpreisspiegeln endet. Kapitel 7 enthält Bodenpreisindizes, Umrechnungskoeffizienten, Sachwertfaktoren, Ertragsfaktoren, Liegenschaftszinssätze und detaillierte Stichprobenübersichten für die Wertermittlung.

Für Sachwertobjekte leitet der Gutachterausschuss Marktanpassungsfaktoren aus tatsächlichen Kaufpreisen ab. In die Auswertung fließen unter anderem vorläufiger Sachwert, Bodenrichtwert und Restnutzungsdauer ein. Ein Sachwertfaktor ist deshalb keine feste Dresdner Zahl, sondern Teil eines definierten Modells.

Bei weiterverkauftem Wohnungseigentum wurden für die Umrechnungskoeffizienten 2025 beispielsweise 880 Kauffälle in Gebäuden ab Baujahr 1990 und 908 Kauffälle in älteren, vollständig sanierten Gebäuden untersucht. Als signifikante Einflussgrößen nennt der Gutachterausschuss Wohnfläche, Bodenrichtwert, Bau- beziehungsweise Sanierungsjahr und Wohnlage. Genau diese Tiefe zeigt, warum ein Portalwert oder ein einfacher Stadtteilmittelwert eine professionelle Wertermittlung nicht ersetzen kann.

Für Renditeobjekte werden Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze aus Kaufverträgen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs abgeleitet. Tatsächliche Mieten beziehungsweise der Dresdner Mietspiegel, Bewirtschaftungskosten, Restnutzungsdauer, Bodenwert und besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale sind Bestandteil der Modelle.

Der Bericht enthält darüber hinaus Expertenstichproben, in denen Kaufpreis je Wohn-/Nutzfläche, Kaufpreis zum vorläufigen Sachwert, Kaufpreis zum Rohertrag und Liegenschaftszinssatz gemeinsam betrachtet werden. Für die sachverständige Arbeit ist diese Kombination wesentlich aussagekräftiger als eine isolierte Kennzahl.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Immobilien­bewertung vor Ort – nicht aus einem anonymen Online-Modell

Dresden ist kein einheitlicher Immobilienmarkt. Lage, Bebauungsstruktur, Grundstücksnutzung, Baualter und Teilmarkt unterscheiden sich innerhalb der Stadt erheblich. Für eine sachgerechte Bewertung genügt deshalb weder ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis noch die bloße Übernahme eines Bodenrichtwertes.

Je nach Aufgabenstellung werden das konkrete Grundstück, die baulichen Anlagen, rechtliche Gegebenheiten, vorhandene Miet- und Nutzungsverhältnisse sowie geeignete Daten des Grundstücksmarktes untersucht. Die fachliche Bearbeitung erfolgt persönlich durch Jens Krüger.

Vom privaten Wohnobjekt bis zum komplexen Bewertungsfall

Bewertet werden unter anderem Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Büro-, Lager-, Produktions-, Gewerbe- und Industrieimmobilien.

Bodenrichtwert ist Ausgangspunkt, nicht Grundstückswert

Der Grundstücksmarktbericht differenziert unbebaute Grundstücke nach geplanter Nutzung und Wohnlage. Für baureife Grundstücke zur freistehenden Einfamilienhausbebauung lag der Median 2025 über alle Lagen bei 320 €/m². In sehr guter Wohnlage wurden bei fünf Verkäufen 510 €/m² ausgewiesen, in guter Lage 350 €/m² und in mittlerer Lage 320 €/m².

EFH-Bauland 2025320 €/m²

Median über alle Lagen

Sehr gute Wohnlage 2025510 €/m²

5 Verkäufe

EFH-Bauland H1 2026295 €/m²

nur 16 Verkäufe – kein belastbarer Trend

Der Halbjahreswert 2026 lag mit 295 €/m² niedriger. Wegen nur 16 auswertbarer Kaufverträge warnt der Gutachterausschuss aber ausdrücklich vor einer Trendableitung. Das ist ein wichtiges Beispiel dafür, dass selbst eine amtliche Veränderungsrate ohne Blick auf Stichprobe und räumliche Verteilung missverstanden werden kann.

Für die Bewertung eines Grundstücks ist die konkrete Bodenrichtwertzone maßgeblich. Danach ist zu prüfen, ob das Bewertungsgrundstück hinsichtlich Nutzung, Größe, Zuschnitt, Entwicklungszustand, Erschließung und weiterer Merkmale vom Bodenrichtwertgrundstück abweicht. Auch in Dresden gibt es deshalb keinen fachlich sinnvollen pauschalen „Bodenwert der Stadt“.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026 und Halbjahresbericht 2026.

Von der Marktinformation zur objektspezifischen Verkehrswertermittlung

Die Dresdner Marktdaten sind ungewöhnlich detailliert. Gerade deshalb zeigen sie, wie wenig eine einzelne Durchschnittszahl über den Wert einer konkreten Immobilie aussagt. Wohnlage, Stadtteil, Baujahr, Sanierungsjahr, Grundstück, Wohn- und Nutzflächen, Restnutzungsdauer, Miete, Denkmalschutz, Hochwasser, Rechte und Belastungen sowie der bauliche Zustand können die Einordnung verändern.

Bei einer Eigentumswohnung ist zunächst der passende Teilmarkt zu bestimmen. Bei einem Einfamilienhaus sind Wohnlage und Grundstück ebenso wichtig wie Gebäudealter und Modernisierung. Bei Mehrfamilienhäusern kommen Ertrag, Restnutzungsdauer und marktgerechter Liegenschaftszins hinzu. Bei Gewerbe- und Industrieobjekten wird die Vergleichbarkeit wegen der heterogenen Nutzungen noch anspruchsvoller.

Die Marktdaten auf dieser Seite dienen deshalb bewusst der Orientierung. Die Immobilienbewertung beziehungsweise Verkehrswertermittlung beginnt dort, wo die amtlichen Daten auf das konkrete Grundstück und Gebäude übertragen werden.

Verkehrswertgutachten →   Kurzbewertung →   Marktwertindikation →   Gewerbe & Industrie →

Immobilie in Dresden bewerten lassen →

Amtliche Marktdaten und aktuelle Standortinformationen

Fachliche Hauptgrundlage ist der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden mit dem vollständigen Marktjahr 2025. Ergänzend wird der am 31. August 2026 veröffentlichte Halbjahresbericht 2026 mit den Transaktionen vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 verwendet.

Die Standortinformationen beruhen auf Veröffentlichungen der Landeshauptstadt Dresden zu Wirtschaft und Wissenschaft, Mikroelektronik, Stadtentwicklung und Stadtgrün. Standortfakten werden nur dort verwendet, wo ein nachvollziehbarer immobilienwirtschaftlicher Zusammenhang besteht. Sie werden nicht als pauschale Preis- oder Wertprognose interpretiert.

Die dargestellten Zahlen sind Marktdaten, keine Verkehrswerte einzelner Immobilien. Bei kleinen Stichproben oder heterogenen Teilmärkten werden die Aussagegrenzen ausdrücklich berücksichtigt.

Dresden ist der Standort – Sachsen das Tätigkeitsgebiet

Bewertungsaufträge übernehme ich im gesamten Freistaat Sachsen. Von meinem Standort in Dresden aus bin ich für meine Auftraggeber in allen Regionen Sachsens tätig.

Zum Tätigkeitsgebiet gehören neben Dresden und dem unmittelbaren Umland unter anderem Radebeul, Freital, Pirna und Meißen ebenso wie Bautzen, Freiberg, Döbeln, Chemnitz und Leipzig.

Regionale Immobilienmärkte in Sachsen

Die Immobilienmärkte in Sachsen unterscheiden sich deutlich. Die folgenden Marktseiten sind deshalb nach den jeweils zuständigen Gutachterausschüssen getrennt und einheitlich aufgebaut.

Immobilienbewertung in Sachsen

Verkehrswert­gutachten

Ausführliche Bewertung mit vertiefter Prüfung und nachvollziehbarer Herleitung des Verkehrswertes.

Zur Leistung →

Kurzbewertung

Sachverständige Wertermittlung mit Ortstermin und bewusst reduziertem Prüfungs- und Dokumentationsumfang.

Zur Leistung →

Marktwertindikation

Überschlägige Schreibtischbewertung für eine erste Orientierung auf Grundlage vorhandener Unterlagen und Marktdaten.

Zur Leistung →

Kaufberatung

Persönliche Besichtigung und sachverständige Einordnung vor einer Kaufentscheidung.

Zur Leistung →

Flächenermittlung

Wohn-, Nutz- und Mietflächen: Aufmaß, Berechnung oder Plausibilisierung – bei Bedarf mit Übersichtsgrundrissen.

Zur Leistung →

Mehrfamilienhaus, Gewerbe & Industrie

Individuelle Bewertung von Ertrags-, Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien sowie komplexeren Betriebsstandorten.

Zum Objektbereich →

Unterschiedliche Auftraggeber – unterschiedliche Bewertungsanlässe

Privatkunden benötigen Immobilienbewertungen beispielsweise bei Kauf oder Verkauf, Erbschaft, Trennung, Vermögensfragen oder zur allgemeinen Orientierung. Kanzleien, Unternehmen & Institutionen benötigen belastbare Immobilienwerte unter anderem für unternehmerische, rechtliche, finanzierungsbezogene oder steuerliche Fragestellungen.

Immobilienbewertung für Kanzleien, Unternehmen und Institutionen →

Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktdaten in Sachsen

Die örtlich zuständigen Gutachterausschüsse führen Kaufpreissammlungen, ermitteln Bodenrichtwerte und leiten weitere für die Wertermittlung erforderliche Daten ab.

Ein Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert eines konkreten Grundstücks. Er bezieht sich auf ein modellhaftes Bodenrichtwertgrundstück innerhalb einer Zone. Abweichende Grundstücksmerkmale und die konkrete Marktsituation sind bei der Bewertung zu prüfen.

BORIS Sachsen – Bodenrichtwerte →

Häufige Fragen

Bewerten Sie Immobilien im gesamten Freistaat Sachsen?

Ja. Vom Standort Dresden aus übernehme ich Bewertungsaufträge in allen Regionen Sachsens.

Ist der Bodenrichtwert bereits der Wert meines Grundstücks?

Nein. Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für ein modellhaftes Grundstück innerhalb einer Bodenrichtwertzone. Das konkrete Grundstück kann davon abweichen.

Bewerten Sie auch Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien?

Ja. Zum Bewertungsspektrum gehören neben Wohnimmobilien auch Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien.

Welche Bewertung ist für meinen Fall die richtige?

Das hängt von Bewertungsanlass, Objektart und benötigter Aussagetiefe ab. Die Leistungsübersicht stellt die Bewertungsformen gegenüber.

Alle Bewertungsleistungen im Überblick →

Auch in Berlin und Lemgo persönlich für Sie tätig.

Berlin

Immobilienbewertung in Berlin, Potsdam und im gesamten Land Brandenburg.

Berlin →

Lemgo

Immobilienbewertung in Lemgo, Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden Regionen.

Lemgo →
Direkter Kontakt

JK-Wertermittlung Dresden

Prager Straße 1B
01069 Dresden
Tel.: 0351 795 24 61
info@jk-wertermittlung.de

Bewertungsanfrage stellen →