Verkehrswertgutachten
Ausführliches Wertgutachten mit vertiefter Prüfung, Recherche und nachvollziehbarer Herleitung des Verkehrswerts – für Gericht, Finanzamt, Erbauseinandersetzung oder Zugewinnausgleich.

Zwischen einem Neubaugebiet am Cottbuser Stadtrand und einem Dreiseitenhof in der Neißeaue liegen im Spree-Neiße-Kreis Welten. Ich komme zum Ortstermin persönlich zu Ihnen und ordne Ihre Immobilie in den Teilmarkt ein, zu dem sie wirklich gehört.
Jens Krüger · Sprechen wir darüber: 030 220 273 35
Verkehrswertgutachten, Kurzbewertungen und Hauskaufberatung für Einfamilienhäuser, Bauernhäuser, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser, Wochenendgrundstücke und Bauland im Landkreis Spree-Neiße – persönlich bearbeitet von Jens Krüger, Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH), mit über 20 Jahren Bewertungspraxis und mehr als 700 Bewertungsaufträgen.
Freistehende Einfamilienhäuser wurden 2024 in Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz im Durchschnitt für 168.000 € verkauft (Median 150.000 €) – bei Bodenrichtwerten, die im Landkreis Spree-Neiße zu 76 % bei höchstens 25 €/m² liegen.
Betreuung über das Büro Berlin, Kolonnenstraße 8 · Ortstermine persönlich im gesamten Landkreis Spree-Neiße
Ausführliches Wertgutachten mit vertiefter Prüfung, Recherche und nachvollziehbarer Herleitung des Verkehrswerts – für Gericht, Finanzamt, Erbauseinandersetzung oder Zugewinnausgleich.
Sachverständige Bewertung mit Ortstermin und bewusst reduziertem Prüfungs- und Dokumentationsumfang, wenn eine belastbare Wertaussage ohne volles Gutachten genügt.
Überschlägige Schreibtischbewertung ohne Ortstermin für eine erste Orientierung, etwa vor Gesprächen in der Familie oder mit der Bank.
Besichtigung vor der Kaufentscheidung: erkennbarer Zustand, Investitionsbedarf und Einordnung des Angebotspreises.
Aufmaß und Berechnung von Wohn-, Nutz- und Mietflächen, bei Bedarf als Grundlage für Kauf, Vermietung oder Bewertung.
Ertrags-, Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien – individuell kalkuliert nach Objekt, Unterlagenlage und Zweck. Mehrfamilienhäuser → Gewerbe & Industrie →
Der Landkreis Spree-Neiße umschließt die Stadt Cottbus und reicht bis an die polnische Grenze. Der gemeinsame Gutachterausschuss mit Oberspreewald-Lausitz beschreibt für 2024 leicht rückläufige Umsätze, stagnierende bis leicht sinkende Einfamilienhauspreise – und gleichzeitig steigende Bodenpreise in den Lagen nahe Cottbus.
14 Kauffälle 2024 in Forst, Guben, Spremberg und den übrigen Städten – rund 3 €/m² weniger als im Vorjahr.
6 Kauffälle, rund 6 €/m² mehr als im Vorjahr – mehr als doppelt so viel wie in den städtischen Lagen des Kreises.
254 verkaufte freistehende Einfamilienhäuser in Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Preisspanne 7.000 € bis 400.000 €.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Seiten 11, 27 und 73. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Ich besichtige Ihre Immobilie selbst, werte die Marktdaten des Gutachterausschusses selbst aus und erläutere Ihnen das Ergebnis persönlich – ob in Forst, Guben, Spremberg, Peitz oder in einem der Dörfer dazwischen.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) · Sachverständiger für Immobilienbewertung
Seit 2005 in der Immobilienbewertung tätig. Bautechnischer und kaufmännischer Hintergrund: Grundstücksmarkt, Gebäude, Nutzung und wirtschaftliche Zusammenhänge werden gemeinsam bewertet.
Aufträge im Spree-Neiße-Kreis betreue ich über mein Büro in Berlin. Den Ortstermin nehme ich selbst wahr – auch in kleinen Orten und auf abgelegenen Höfen.
Sie beschreiben mir Objekt und Anlass, ich schlage Ihnen den passenden Bewertungsumfang vor. Sie erhalten ein schriftliches Festpreisangebot; die Anfahrt ist im Festpreis enthalten, gleich ob das Objekt in Forst oder in einem Ortsteil von Döbern-Land liegt.
Grundbuchauszug, Flurkarte, Grundrisse oder Pachtverträge senden Sie mir per E-Mail. Bei Höfen mit Nebengebäuden und Landflächen kläre ich vorab, welche Unterlagen für die Abgrenzung der Flächen nötig sind.
Ich besichtige die Immobilie persönlich: Wohngebäude, Nebengebäude, Grundstück, Zustand und erkennbaren Modernisierungsbedarf. Den Termin stimmen wir verbindlich miteinander ab.
Ich erstelle das Gutachten selbst auf Grundlage der amtlichen Marktdaten für Spree-Neiße und erkläre Ihnen das Ergebnis anschließend persönlich oder am Telefon.
Für Kanzleien, Berufsbetreuer, Nachlasspfleger und Unternehmen gibt es eigene Abläufe: Bewertungen für professionelle Auftraggeber. Belastungen wie Nießbrauch und Wohnungsrecht oder ein Erbbaurecht werden je nach Bewertungszweck berücksichtigt.
Der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa liegt im Südosten Brandenburgs, grenzt im Osten an Polen und im Süden an Sachsen und umschließt die kreisfreie Stadt Cottbus. Kreisstadt ist Forst (Lausitz).
Die Bevölkerung ist seit 1991 von 150.875 auf 109.635 Einwohner zurückgegangen, die Dichte von 91 auf 66 Einwohner je km². Gleichzeitig ist die Region im Umbruch: Der Gutachterausschuss beschreibt einen konsequenten Strukturwandel weg vom Braunkohleabbau und den Kraftwerken Jänschwalde und Schwarze Pumpe – deren Stilllegung bis 2028/2038 vorgesehen ist – hin zu erneuerbaren Energien und renaturierten Tagebaufolgelandschaften. Im Industriepark Schwarze Pumpe sind unter anderem die LEAG und weitere Industrieunternehmen angesiedelt.
Für den Immobilienmarkt heißt das: Die Nähe zu Cottbus und zu den neuen Arbeitsplätzen wird bezahlt, periphere Lagen mit Bevölkerungsrückgang deutlich weniger. Als vom Stadtumbau besonders betroffen nennt der Bericht im Landkreis die Städte Forst (Lausitz), Guben und Spremberg sowie die Gemeinde Jänschwalde. Hinzu kommen das sorbisch/wendische Siedlungsgebiet, das Erholungsgebiet um Burg im Spreewald und mehr als 122 Restlöcher aus über 150 Jahren Bergbau in der Region.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Kapitel 3 (Seiten 12–21). © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Bei den bebauten Grundstücken wurden 2024 im Landkreis Spree-Neiße 548 Verträge mit einem Geldumsatz von 80,1 Mio. € und einem Flächenumsatz von 159,0 ha registriert. 2023 waren es 562 Verträge und 95,6 Mio. €.
Während im Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz der Geldumsatz mit bebauten Grundstücken stieg, ging er im Spree-Neiße-Kreis zurück. Beim unbebauten Bauland sank die Zahl der Verträge im Landkreis von 276 auf 214, der Flächenumsatz von 46,9 auf 33,5 ha, während der Geldumsatz leicht auf 5,4 Mio. € stieg.
Beim Wohnungseigentum blieb die Zahl der Weiterverkäufe im Landkreis mit 54 Fällen stabil (2023: 51), der Umsatz lag bei 4,0 Mio. €. Erstverkäufe neuer Wohnungen sind im Kreis selten: 2024 waren es nur 3. Für beide Landkreise zusammen wurden 2024 insgesamt 1.060 Verträge über bebaute Grundstücke erfasst, 71 mehr als im Vorjahr.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Seiten 22–25, 72 und 95. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Im Landkreis Spree-Neiße liegen 76 % der Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau in mittlerer Lage im unteren Bereich bis 25 €/m². In neuen Wohngebieten reicht die Spanne dagegen von 22 bis 140 €/m².
Für 42 neue Wohngebiete im Landkreis beträgt der mittlere Bodenrichtwert 48 €/m² (Median 40 €/m²); rund 69 % der Werte liegen zwischen 35 und 80 €/m². Die meisten dieser Bodenrichtwertzonen liegen in Spremberg, Peitz und der Kreisstadt Forst (Lausitz). Zum Stichtag 01.01.2025 wurden einzelne Werte angehoben, drei Zonen in beiden Kreisen abgesenkt.
Die tatsächlich gezahlten Preise für Bauplätze zeigen die Spreizung noch deutlicher: In den städtischen Wohnlagen des Kreises lagen sie 2024 bei durchschnittlich 22,64 €/m² (Spanne 5,98 bis 37,59 €/m²), in den Cottbus-nahen Lagen bei 55,10 €/m² (Spanne 24,47 bis 107,17 €/m²). Für ländliche Wohnlagen beider Kreise gibt der Gutachterausschuss 24,95 €/m², für neue Wohngebiete 63,84 €/m² an.
Gewerbebauland liegt deutlich darunter; Spitzenreiter ist mit 22 €/m² das Gewerbegebiet „Wendig´s Wäldchen“ in Burg (Spreewald). Für Erholungsgebiete liegen die Bodenrichtwerte im Kreis zwischen 5 und 15 €/m²; den höchsten Wert hat das Erholungsgebiet „Seeweg“ in Kaltenborn bei Guben.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Seiten 25, 27, 101–103; Bodenrichtwerte über BORIS Brandenburg. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
2024 wurden in Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz 254 freistehende Einfamilienhäuser auf üblich großen Grundstücken verkauft. Der Durchschnittspreis lag bei 168.000 €, der Median bei 150.000 €; die Grundstücke waren im Mittel rund 1.030 m² groß. Die folgenden Werte gelten für beide Landkreise gemeinsam.
Die Tabelle des Gutachterausschusses zeigt, wie stark der Modernisierungsgrad den Preis bestimmt: Häuser von vor 1945 ohne Modernisierung erzielten im Mittel 57.000 € bzw. 730 €/m² Wohnfläche, umfangreich modernisierte Häuser dieser Altersklasse 192.000 € bzw. 1.440 €/m². Bei Häusern der Baujahre 1991 bis 1999 mit nur geringem Modernisierungsbedarf lag der Wohnflächenpreis bei 1.890 €/m².
Von den 66 verkauften Einfamilienhäusern ab Baujahr 1991 standen 38 im Landkreis Spree-Neiße – davon 11 in städtischen und 27 in ländlichen Lagen einschließlich Burg und Kolkwitz. Zusätzlich wurden 28 Zweifamilienhäuser verkauft, 17 davon im Spree-Neiße-Kreis; ihr Durchschnittspreis lag bei rund 228.000 €.
Bei alten, unmodernisierten Häusern macht der Bodenwert im Mittel über 50 % des Kaufpreises aus, bei modernisierten Häusern oft weniger als 20 %. Für die Bewertung heißt das: Bei einem unsanierten Haus entscheidet vor allem die Grundstücksbewertung, bei einem modernisierten die genaue Erfassung der Bauteile und ihres Zustands.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Kapitel 8.2 (Seiten 73–76) – Werte für beide Landkreise gemeinsam. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Der Gutachterausschuss leitet Sachwertfaktoren für Einfamilienhäuser beider Landkreise aus 149 Datensätzen der Jahre 2023 und 2024 nach der Brandenburger Verwaltungsvorschrift VV EW-SW ab.
In den Tabellen des Gutachterausschusses liegen die mittleren Sachwertfaktoren für Einfamilienhäuser fast durchweg unter 1, überwiegend zwischen etwa 0,6 und 0,95: Käufer zahlen in der Region also regelmäßig weniger, als die Summe aus Bodenwert und altersgeminderten Herstellungskosten ergibt. Besonders deutlich ist der Abschlag bei Häusern der Baujahre 1970 bis 1990 – etwa 0,62 für Häuser mit Satteldach und mittlerer Modernisierung.
Für die Wertermittlung ist das ein zentraler Punkt: Wer im Spree-Neiße-Kreis ein Einfamilienhaus allein nach Herstellungskosten bewertet, überschätzt den Marktwert in aller Regel. Die Spannen sind zudem breit – bei Häusern von vor 1945 mit mittlerer Modernisierung reichen sie von 0,49 bis 1,03 – und müssen nach Objekt und Lage eingeordnet werden.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Kapitel 8.3 (Seiten 77–78) – Werte für beide Landkreise gemeinsam. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Bauernhäuser mit Scheune oder Stall sind im ländlichen Spree-Neiße-Kreis ein eigener Teilmarkt. 2024 wurden in beiden Kreisen 34 solcher Höfe verkauft, 31 waren auswertbar.
Unmodernisierte Bauernhäuser von vor 1945 kosteten im Mittel 71.000 €, überwiegend modernisierte 215.000 € bei rund 1.770 €/m² Wohnfläche. Bei Höfen ist die Abgrenzung zwischen Hoffläche, Garten und landwirtschaftlich nutzbaren Flächen oft wertentscheidend.
Doppelhaushälften wurden 2024 in 77 Fällen verkauft, davon 39 im Landkreis Spree-Neiße. Der Durchschnitt beider Kreise lag bei 110.000 €, der Median bei 99.000 €; die Grundstücke waren im Mittel rund 840 m² groß. Umfangreich modernisierte Doppelhaushälften von vor 1945 erreichten im Mittel 1.580 €/m² Wohnfläche, Objekte mit nur geringfügiger Modernisierung 770 €/m².
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Seiten 76–77 und 82 – Werte für beide Landkreise gemeinsam, Anzahl Doppelhaushälften nach Landkreis. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Der Markt für Eigentumswohnungen ist im Landkreis Spree-Neiße klein und stark nach Baujahr und Bodenwertniveau getrennt. Die Weiterverkäufe beider Kreise wertet der Gutachterausschuss entsprechend differenziert aus.
Neue Eigentumswohnungen wurden 2024 im Landkreis Spree-Neiße in 3 Fällen für durchschnittlich 3.010 €/m² verkauft; die bevorzugten Lagen für Neubauprojekte sind laut Gutachterausschuss unter anderem Spremberg, Kolkwitz und Burg (Spreewald). Im Weiterverkauf liegen die Werte deutlich darunter: 840 €/m² für Wohnungen der Baujahre 1991 bis 1999 in einfacheren Bodenwertlagen (18 Kauffälle, überwiegend Spree-Neiße), 740 €/m² für Wohnungen der Baujahre 1961 bis 1990 (9 Kauffälle, nur Spree-Neiße).
Altbauwohnungen von vor 1945 kosteten bei überwiegender Modernisierung im Mittel 1.170 €/m², mit nur mittlerer Modernisierung in einfachen Lagen 470 €/m². Solche Spannen zeigen, warum bei Eigentumswohnungen im Kreis neben dem Zustand der Wohnung auch Zustand und Instandhaltungsrücklage der Gemeinschaft genau betrachtet werden müssen.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Kapitel 9 (Seiten 95–97). © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
2024 wurden in beiden Landkreisen 39 Mehrfamilienhäuser verkauft, die meisten im Spree-Neiße-Kreis in Guben (6), Forst (Lausitz) (4) und Spremberg (3). Der Durchschnittspreis lag bei rund 259.000 €, der Median bei 205.000 €.
Aus 22 geeigneten Kauffällen – 10 davon im Landkreis Spree-Neiße – leitet der Gutachterausschuss für Mehrfamilienhäuser einen mittleren Liegenschaftszinssatz von 4,0 % ab (Median 4,4 %, Spanne 1,6 bis 5,7 %). Die Objekte hatten im Mittel 6 Wohnungen, eine Nettokaltmiete von 5,20 €/m² und einen Rohertragsfaktor von 12,8. Der Zinssatz liegt damit spürbar über dem Niveau in Cottbus – ein Ausdruck höherer Leerstands- und Vermietungsrisiken.
Wie groß die Unterschiede sind, zeigen die Wohnflächenpreise: Überwiegend modernisierte Mehrfamilienhäuser der Baujahre 1945 bis 1990 erzielten im Mittel 800 €/m², unmodernisierte Gebäude dieser Altersklasse mit hohem Leerstand nur 95 €/m². Bei Mehrfamilienhäusern im Kreis prüfe ich deshalb Leerstand, Mietverträge und Instandhaltungsstau besonders genau.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Kapitel 8.5 (Seiten 84–85) – Werte für beide Landkreise gemeinsam. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Erholungsgrundstücke sind im Spree-Neiße-Kreis ein großer Teilmarkt: 77 % der 86 auswertbaren Verkäufe bebauter Erholungsgrundstücke beider Kreise lagen 2024 im Landkreis Spree-Neiße.
Wochenendhäuser und Bungalows kosteten im Mittel 24.000 € (Median 20.000 €) bei durchschnittlich 930 m² Grundstück. Für Wochenendhäuser in Erholungsgebieten mit Baujahr vor 1990 ergibt sich ein mittlerer Wohnflächenpreis von 830 €/m². Bei solchen Objekten ist vorab zu klären, ob Wohnnutzung baurechtlich zulässig ist – das kann den Wert grundlegend verändern.
Für Ertragswertrechnungen veröffentlicht der Gutachterausschuss Mietwertübersichten je Stadt und Amt. Für Wohnungen in überwiegend modernisierten Mehrfamilienhäusern oder Neubauten nennt er unter anderem für Forst (Lausitz) 3,50 bis 7,00 €/m², für Guben 4,30 bis 8,00 €/m², für Spremberg 4,00 bis 8,00 €/m² und für das Amt Burg (Spreewald) 4,50 bis 12,50 €/m². Einfamilienhäuser werden im Landkreis Spree-Neiße für 600 bis 1.000 € im Monat vermietet.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024, Seiten 92 und 109–110. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Ein Kreisdurchschnitt hilft im Landkreis Spree-Neiße wenig: Ein Bauplatz am Cottbuser Stadtrand kostet mehr als das Doppelte eines Bauplatzes in einer Kleinstadt im Osten des Kreises, und ein modernisiertes Haus erzielt ein Vielfaches eines unsanierten.
Bei der Bewertung ordne ich Ihre Immobilie deshalb zunächst der passenden Lage zu – Cottbus-nah, städtisch, ländlich oder Erholungsgebiet – und dann der richtigen Baujahres- und Modernisierungsgruppe. Weil viele Auswertungen des Gutachterausschusses für Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz gemeinsam gelten, prüfe ich, ob die jeweilige Stichprobe für einen Ort im Spree-Neiße-Kreis passt, und mache Abweichungen im Gutachten nachvollziehbar.
Bei Erbschaften, Scheidungen und Übertragungen ist diese Begründung entscheidend, weil Wertunterschiede von einigen Zehntausend Euro in einer Region mit niedrigem Preisniveau schnell einen großen Anteil am Gesamtwert ausmachen.
Bewertung anfragen → oder direkt anrufen: 030 22 02 73 35
Datengrundlage dieser Seite ist der Grundstücksmarktbericht 2024 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz (Berichtszeitraum 2024, Version 2024.1 vom 21.11.2025). Er beruht auf den Verträgen, die bis zum 15.02.2025 in der Geschäftsstelle registriert wurden. Ein Bericht für das Jahr 2025 lag bei Erstellung dieser Seite noch nicht vor.
Wo der Gutachterausschuss Werte getrennt nach Landkreisen ausweist, sind auf dieser Seite die Werte für Spree-Neiße genannt. Viele Auswertungen – etwa zu Einfamilienhäusern, Sachwertfaktoren und Liegenschaftszinssätzen – gelten für beide Landkreise gemeinsam; das ist jeweils angegeben. Bodenrichtwerte sind über BORIS Brandenburg einsehbar.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, Grundstücksmarktbericht 2024; BORIS Brandenburg. © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2024, dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de.
Ich übernehme Bewertungen im gesamten Landkreis Spree-Neiße: in der Kreisstadt Forst (Lausitz), in Guben, Spremberg, Drebkau und Welzow, in den Gemeinden Kolkwitz, Neuhausen/Spree und Schenkendöbern sowie in den Ämtern Burg (Spreewald), Döbern-Land und Peitz.
Für die vom Landkreis umschlossene Stadt Cottbus gibt es eine eigene Seite mit den Daten des Cottbuser Gutachterausschusses: Immobilienbewertung in Cottbus. Südlich schließt Sachsen an, für den Landkreis Bautzen siehe Immobilienbewertung Bautzen.
Es gelten dieselben Festpreise wie überall: Verkehrswertgutachten ab 2.599 €, Kurzbewertung ab 1.299 €, Hauskaufberatung ab 499 € – jeweils inklusive Mehrwertsteuer für übliche Objekte. Die Anfahrt ist im Festpreis enthalten. Bei Höfen mit großen Nebengebäuden oder Landflächen erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Weil Käufer in der Region im Mittel weniger zahlen, als die Herstellungskosten eines Hauses abzüglich Alterung ergeben. Die vom Gutachterausschuss ausgewiesenen Mittelwerte liegen überwiegend zwischen etwa 0,6 und 0,95. Eine Bewertung nur nach Baukosten würde den Marktwert deshalb meist überschätzen.
Nein. Für Bauland lagen die Preise 2024 in den städtischen Lagen des Kreises im Mittel bei 22,64 €/m², in den Cottbus-nahen Lagen bei 55,10 €/m². Ähnliche Unterschiede gibt es bei bebauten Grundstücken.
Ja. Für Bauernhäuser und Erholungsgrundstücke gibt es eigene Auswertungen des Gutachterausschusses. Bei Höfen kläre ich vorab, welche Flächen zum Wohngrundstück gehören, bei Wochenendhäusern, ob Wohnnutzung zulässig ist.
Ja. Ich besichtige jede Immobilie persönlich und erstelle das Gutachten selbst. Die Aufträge im Spree-Neiße-Kreis betreue ich über mein Büro in Berlin; Sie sprechen immer direkt mit mir.
Alle Bewertungsleistungen im Überblick → Preise im Überblick →
Die Immobilienmärkte in Brandenburg unterscheiden sich stark zwischen Berliner Umland und weiterem Metropolenraum. Für diese Regionen gibt es eigene Seiten mit amtlichen Marktdaten:
Die örtlich zuständigen Gutachterausschüsse in Brandenburg veröffentlichen ihre Grundstücksmarktberichte und Bodenrichtwerte kostenfrei. Für den Landkreis Spree-Neiße ist der gemeinsame Gutachterausschuss für die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz zuständig.
Ein Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert: Er beschreibt einen durchschnittlichen Lagewert für ein typisches Grundstück. Für die konkrete Immobilie kommen Gebäude, Zustand, Rechte und Besonderheiten des Grundstücks hinzu.
Kolonnenstraße 8
10827 Berlin
Tel.: 030 22 02 73 35
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