+29 % gegenüber 2024
Immobilienbewertung in Potsdam
Potsdam ist Landeshauptstadt, UNESCO- und Wissenschaftsstadt, Medienstandort und eigenständiger hochpreisiger Immobilienmarkt unmittelbar vor Berlin. Für eine sachgerechte Immobilienbewertung müssen Stadtstruktur, Wasser- und Welterbelagen, Bodenwertniveau, Objektart und die amtlichen Marktdaten des Potsdamer Gutachterausschusses zusammen betrachtet werden.
Persönliche Immobilienbewertung statt anonymer Plattform.
Der Auftrag bleibt fachlich in einer Hand: vom ersten Gespräch über den Ortstermin und die Marktdatenanalyse bis zur Ausarbeitung und Rückfrage.

Jens Krüger
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) · Sachverständiger für Immobilienbewertung
Seit 2005 bin ich in der Immobilienbewertung tätig. Mein bautechnischer und kaufmännischer Hintergrund verbindet die Bewertung des Grundstücksmarktes mit einem praktischen Blick auf Gebäude, Nutzung und wirtschaftliche Zusammenhänge.
Was Potsdam als Immobilienmarkt besonders macht
Potsdam ist nicht lediglich ein Teil des Berliner Umlands. Die Stadt bildet einen eigenständigen Immobilienmarkt mit eigener Wirtschafts-, Wissenschafts-, Kultur- und Siedlungsstruktur. Ende 2025 lebten 188.288 Menschen auf 187,7 km² im Stadtgebiet. Historische Innenstadt, Babelsberg, Villengebiete, Wasserlagen, großflächige Park- und Schlosslandschaften, Nachkriegsquartiere und die nördlichen Ortsteile erzeugen sehr unterschiedliche Teilmärkte.
Residenzstadt und Welterbe. Die historische Entwicklung als preußische Residenzstadt prägt den Gebäudebestand bis heute. Park- und Schlossanlagen gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe. Für die Immobilienbewertung ist das nicht bloß touristischer Hintergrund: Denkmalschutz, Ensemblewirkung, historische Bausubstanz, Blickbeziehungen, Grün- und Wasserbezug sowie begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten können die Marktposition einzelner Grundstücke wesentlich prägen.
Wasser und Landschaft. Potsdam ist durch Havel, Seen, Kanäle und großräumige Grünstrukturen stark landschaftlich gegliedert. Der Gutachterausschuss berücksichtigt Wasserlagen ausdrücklich als besonderen Marktfall. Für Baugrundstücke mit direktem oder indirektem Wasserzugang wurden 2021 bis 2025 sieben verwertbare Verkäufe ausgewertet; der durchschnittliche Kaufpreis lag beim 1,4-Fachen des jeweiligen Bodenrichtwertes.
Wissenschaft, Medien und wissensintensive Wirtschaft. Universität Potsdam, Fachhochschule, Filmuniversität Babelsberg, Hasso-Plattner-Institut und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen prägen Beschäftigung und Nachfrage. Babelsberg verbindet Filmproduktion, Medientechnologie und kreative Wirtschaft. Rund 200 Unternehmen mit mehr als 4.500 Beschäftigten arbeiten nach Angaben der Stadt in und um die Medienstadt Babelsberg.
Berlin-Nähe ohne Berliner Marktgleichheit. Potsdam grenzt unmittelbar an Berlin und ist über S-Bahn, A 115 und A 10 eng mit der Metropole verflochten. Gleichwohl werden Potsdamer Kaufpreise nicht aus Berliner Kennzahlen abgeleitet. Der örtliche Gutachterausschuss führt eine eigene Kaufpreissammlung und veröffentlicht eigene Bodenrichtwerte, Sachwertfaktoren, Vergleichsfaktoren und Liegenschaftszinssätze.
Stadtentwicklung. Bornstedter Feld, Babelsberg und Krampnitz zeigen, dass Potsdam zugleich historische Stadt und Entwicklungsstadt ist. Für Krampnitz wurde zum 01.01.2026 für ein Urbanes Gebiet mit GFZ 1,3 ein entwicklungsbeeinflusster Bodenrichtwert von 900 €/m² ausgewiesen. Sanierungs- und Entwicklungsrecht können unmittelbar wertrelevant sein.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Der Potsdamer Immobilienmarkt hat sich 2025 deutlich belebt
Der Grundstücksmarktbericht 2025 wertet alle bis Ende 2025 abgeschlossenen und bis zum 15. Februar 2026 eingegangenen Kaufverträge aus. Insgesamt wurden 1.249 Verträge registriert – 29 % mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg um 14 % auf 833,6 Mio. €. Damit entfielen rund 12 % des gesamten Brandenburger Geldumsatzes auf Potsdam.
+14 % gegenüber 2024
+31 % · 467,5 Mio. €
+29 % · 294,5 Mio. €
Die Belebung ist breit, aber nicht gleichmäßig verteilt. Bei bebauten Grundstücken stieg die Zahl der Verkäufe um 31 %, während der Geldumsatz um 5 % zunahm. Bei Wohnungseigentum nahm der Geldumsatz um 41 % zu. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Villen kamen zusammen auf 140 Verkäufe, Reihenhäuser und Doppelhaushälften auf 110. Mehrfamilienhäuser gingen mit 19 Verkäufen gegenüber dem Vorjahr um 30 % zurück.
Die Karten des Gutachterausschusses zeigen die größten Transaktions- und Umsatzschwerpunkte im Stadtteil Potsdam und in Babelsberg. Bei Wohnungseigentum entfielen rund 71 % aller Verkäufe auf Potsdam, Babelsberg und Drewitz.
Der Gutachterausschuss beschreibt den beobachteten Markt und gibt ausdrücklich keine Prognosen über zukünftige Marktentwicklungen ab. Auch diese Seite verwendet die Daten zur Markteinordnung – nicht als Vorhersage künftiger Preise.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Potsdam ist räumlich stark differenziert
Der Gutachterausschuss unterscheidet unter anderem inneres und äußeres Stadtgebiet und ordnet Wohnlagen von einfach bis sehr gut ein. Zu den Kriterien gehören Qualität und Image des Wohnumfeldes, Straßenbild und Freiflächen, soziale Infrastruktur, ÖPNV, Entfernung zum Zentrum, Nutzungskonflikte, Immissionen sowie der Bezug zu Wasser und Landschaft.
Gute bis sehr gute Wohnlagen sind häufig durch hochwertige, aufgelockerte bis großzügige Bebauung, gute Infrastruktur und ein hochwertiges städtebauliches Umfeld geprägt; oft besteht zusätzlich ein Bezug zu Wasser, Landschaft oder Weltkulturerbe.
Die Stadtstruktur reicht von der historischen Innenstadt und der Brandenburger Vorstadt über Babelsberg, Bornstedt, Nedlitz und Golm bis zu Groß Glienicke, Fahrland, Neu Fahrland, Marquardt und Sacrow. Grundstücksgrößen, Bebauungsdichte, Bodenwertniveau und Nachfragestruktur unterscheiden sich deutlich.
Für die Bewertung bedeutet das: Eine Immobilie in Babelsberg, eine Villa in einer wassergeprägten Lage, ein Eigenheim in Groß Glienicke und ein Haus in Fahrland gehören nicht allein deshalb in denselben Vergleichsrahmen, weil sie dieselbe Stadtanschrift tragen.
Vom Eigenheimgrundstück bis zum Geschosswohnungsbau
Zum Stichtag 01.01.2026 beschloss der Gutachterausschuss 105 Bodenrichtwerte für beitragsfreies baureifes Land in Wohn-, Gewerbe- und Mischgebieten sowie sechs Werte für Bauland in Erholungsgebieten. Zehn Bodenrichtwerte wurden gegenüber dem Vorjahr verändert; die übrigen blieben unverändert.
BRW-Niveau 01.01.2026
BRW-Niveau 01.01.2026
BRW-Niveau 01.01.2026
BRW-Niveau 01.01.2026
Die tatsächlichen Kaufpreise für baureifes Wohnbauland zeigen die räumliche Spreizung. Für 2023 bis 2025 wurden im inneren Stadtgebiet 47 Verkäufe ausgewertet: 370 bis 1.035 €/m², im Mittel 650 €/m². Im äußeren Stadtgebiet lagen 19 Verkäufe zwischen 115 und 685 €/m², im Mittel bei 435 €/m².
Beim Geschosswohnungsbau ist neben der Lage die bauliche Ausnutzung entscheidend. Für einfache bis mittlere Wohnlagen wurden fünf Verkäufe mit durchschnittlich 785 €/m² ausgewertet; in guten bis sehr guten Wohnlagen sechs Verkäufe mit durchschnittlich 1.230 €/m². Der Gutachterausschuss veröffentlicht eigene Umrechnungskoeffizienten zur Anpassung an abweichende GFZ.
Gewerbebauland. Wegen nur vier Verkäufen 2025 veröffentlicht der Bericht Bodenrichtwertspannen: Potsdam/Nedlitz 350–900 €/m², Babelsberg/Drewitz 150–750 €/m², Golm/Bornim 100–150 €/m² sowie Marquardt/Fahrland 100–200 €/m².
Wasserzugang. Sieben verwertbare Baugrundstücke mit direktem oder indirektem Wasserzugang ergaben 2021–2025 im Durchschnitt den Faktor 1,4 zum Bodenrichtwert; die beobachteten Relationen reichen von 100 bis 245 %.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Eigenheime: stabiles Preisniveau, aber große Objektunterschiede
Der Gutachterausschuss beschreibt den Eigenheimmarkt 2025 als weitgehend stabil. Für ein Eigenheim mit mittlerem bis gutem optischen Gesamteindruck lag der durchschnittliche Gesamtkaufpreis bei 761.000 €; der durchschnittliche Wohnflächenpreis bei 5.245 €/m². Die meisten Verkäufe lagen in den Stadtteilen Potsdam und Babelsberg sowie in Groß Glienicke und Fahrland.
mittlerer bis guter Gesamteindruck
Eigenheim 2025
48 ausgewertete Kaufpreise · 2025
nur 10 vermietete Kauffälle · Orientierung
Die Baujahresgruppen zeigen, warum der Durchschnitt nicht als Einzelwert verwendet werden darf. Die Median-Wohnflächenpreise lagen 2025 bei 4.540 €/m² für Baujahre vor 1960, 4.430 €/m² für 1960–1990, 5.280 €/m² für 1991–2001 und 5.350 €/m² für 2002–2020.
Für das Sachwertverfahren wurden 48 geeignete Kauffälle aus 2025 ausgewertet. Der durchschnittliche Sachwertfaktor beträgt 1,06 bei einer Stichprobenspanne von 0,69 bis 1,47. Inneres und äußeres Stadtgebiet lagen im Mittel mit 1,07 beziehungsweise 1,05 nahe beieinander.
Besonders ergiebig ist die Potsdamer Vergleichsfaktormatrix. Sie bildet Wohnflächenpreise in Abhängigkeit von Wohnfläche und Bodenwertniveau ab und enthält Anpassungen für Unterkellerung, Grundstücksfläche und Restnutzungsdauer. Damit stellt der Bericht eine wesentlich tiefere Bewertungsgrundlage bereit als ein einzelner Durchschnittspreis.
Bei vermieteten Eigenheimen ist die Datenlage dagegen schmal. Der Liegenschaftszinssatz von durchschnittlich 1,8 % basiert auf nur zehn Kauffällen und wird ausdrücklich als Orientierung bezeichnet.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Historische Villen sind kein gewöhnlicher Eigenheimmarkt
Potsdam besitzt einen ausgeprägten Villenbestand aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Gutachterausschuss untersucht Villen und Landhäuser deshalb ausdrücklich separat. 2025 wurden 27 Verkäufe registriert; der Geldumsatz lag bei 79,9 Mio. € und damit deutlich über 2024.
79,9 Mio. € Geldumsatz
Median · 16 Fälle · 2023–2025
Median · 17 Fälle · 2023–2025
Bei kleinen Wohnvillen und Landhäusern bis 300 m² Wohnfläche lag der Median der Wohn- bzw. Mietflächenpreise im Zeitraum 2023–2025 bei 6.940 €/m². Bei großen Wohnvillen über 300 m² und höchstens 20 % Gewerbemietanteil lag der Median bei 7.000 €/m². Die Spannen reichen in beiden Gruppen bis über 10.000 €/m².
Wichtig ist die Modellabgrenzung: Kleine Villen bis 300 m² ohne Wasserzugang können in die Vergleichs- und Marktanpassungsfaktoren der Eigenheime einbezogen werden. Große Villen, Wassergrundstücke und gemischt genutzte Villen verlangen dagegen eine gesonderte Betrachtung.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Wohnungseigentum ist der größte Potsdamer Transaktionsmarkt
746 Verkäufe von Wohnungseigentum machten 2025 den größten Teil der Potsdamer Transaktionen aus. Der Geldumsatz erreichte 294,5 Mio. €. Potsdam hatte damit beim Wohnungs- und Teileigentum rund 23 % Anteil am landesweiten Geldumsatz und 16,5 % an der Zahl der Verträge.
+30 % · 294,5 Mio. €
Median Erstverkauf · 28 Fälle
Median Erstverkauf · 5 Fälle
Median · 170 Fälle
Der Marktbericht trennt konsequent Erstverkauf, Umwandlungsverkauf und Weiterverkauf. Genau diese Trennung ist fachlich wichtig. Sanierte denkmalgeschützte Altbauten im Erstverkauf erreichten 2025 einen Median von 8.690 €/m². Neu errichtete Wohnungen ab 2023 lagen in mittlerer Wohnlage bei 7.580 €/m² und in guter bis sehr guter Lage bei 10.905 €/m² – letztere Zahl basiert allerdings nur auf fünf Verkäufen.
Bei Weiterverkäufen lagen sanierte Altbauten vor 1960 bei 4.650 €/m². Wohnungen der Baujahre 1960–1990 erreichten 3.395 €/m². Für Baujahre 1991–2022 reicht der Median je nach Wohnlage von 2.875 €/m² in einfacher Lage über 3.865 €/m² in mittlerer bis 5.340 €/m² in guter bis sehr guter Lage.
Der Gutachterausschuss hat für Wohnungseigentum auf Basis von 700 Kauffällen aus 2024 und 2025 eine Vergleichsfaktormatrix abgeleitet. Berücksichtigt werden unter anderem Wohnfläche, Bodenwertniveau, Baujahr, Restnutzungsdauer, Stellplatz, Etagenlage, Fahrstuhl und Vermietung. Für nicht vermietete Wohnungen beträgt der Anpassungsfaktor gegenüber dem vermieteten Bezugsobjekt 1,13; fehlt die im Bezugsobjekt enthaltene Einstellmöglichkeit, beträgt der Faktor 0,89.
Für vermietetes Wohnungseigentum wurden aus 174 Kauffällen ein durchschnittlicher Liegenschaftszinssatz von 1,3 % und ein durchschnittlicher Rohertragsfaktor von 30,9 abgeleitet. Die negativen Einzelwerte beim Liegenschaftszins traten nach Erläuterung des Gutachterausschusses insbesondere bei modernisierten Altbauten auf.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Ertragsobjekte: Modell und Objektart entscheiden
Mehrfamilienhäuser werden im Potsdamer Bericht als Mietwohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten und höchstens 20 % gewerblichem Mietanteil geführt. 2025 wurden 19 Verkäufe registriert. Der Geldumsatz lag bei 88,5 Mio. €. Die für den Jahresvergleich ausgewiesenen Objekte waren 2025 deutlich kleiner als in den Vorjahren, weshalb der durchschnittliche Gesamtkaufpreis allein kein geeigneter Trendindikator ist.
Median · 14 Fälle · 2025
30 Kauffälle · 2023–2025
30 Kauffälle · 2023–2025
MFH-Modellstichprobe
Für Mehrfamilienhäuser mittleren bis guten Bauzustands lag der Median des Mietflächenpreises 2025 bei 2.960 €/m². Der durchschnittliche Liegenschaftszinssatz aus 30 Kauffällen der Jahre 2023–2025 beträgt 2,5 %, der durchschnittliche Rohertragsfaktor 23,8. Der Gutachterausschuss weist einen signifikanten Einfluss des Kaufdatums auf den Liegenschaftszinssatz aus; außerdem steigt der Zinssatz in der Untersuchung mit Restnutzungsdauer und Wohn-/Gewerbefläche.
Wohn- und Geschäftshäuser. Bei einem Gewerbemietanteil von 21–79 % wurden für die Renditeauswertung 15 Kauffälle herangezogen. Der durchschnittliche Liegenschaftszinssatz beträgt 2,7 %, der Rohertragsfaktor 23,2.
Büro- und Geschäftshäuser. Bei 80–100 % Gewerbemietanteil basiert die Renditeauswertung auf zwölf Kauffällen. Der durchschnittliche Liegenschaftszinssatz beträgt 4,0 %, der Rohertragsfaktor 17,7. Diese Werte dürfen nicht zwischen den Objektarten ausgetauscht werden.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Potsdams Gewerbemarkt ist heterogen – und die Datenlage entsprechend differenziert
Der Marktbericht unterscheidet Wohn- und Geschäftshäuser, Büro-/Geschäftshäuser, Verbrauchermärkte sowie Gewerbe- und Industrieobjekte. 2025 wurden 41 Geschäfts- und Gewerbehäuser verkauft. Der Geldumsatz dieses Segments lag bei 152,9 Mio. €.
Median Mietfläche · 9 Fälle · 2025
Median · 5 Fälle · 2025
Median · 9 Fälle · 2025
Median · 7 Fälle · 2023–2025
Bei Wohn- und Geschäftshäusern mit 21–79 % Gewerbemietanteil lag der Median 2025 bei mittlerem Bauzustand bei 2.585 €/m² Mietfläche und bei gutem bis sehr gutem Zustand bei 4.870 €/m². Büro- und Geschäftshäuser mit 80–100 % Gewerbemietanteil lagen bei mittlerem Zustand im Median bei 2.200 €/m².
Für Gewerbe- und Industrieobjekte wurden 2025 sieben Kaufverträge mit 7,0 ha Gesamtfläche und 44,3 Mio. € Geldumsatz registriert. Wegen der unterschiedlichen Lagen und Nutzungen verzichtet der Gutachterausschuss auf eine pauschale Gesamtaussage. Für Lager- und Werkstattgebäude liegen für 2023–2025 sieben Fälle mit einem Median von 1.075 €/m² Gewerbefläche vor.
Diese Zurückhaltung ist fachlich wichtig. Ein Medienstandort in Babelsberg, ein Büroobjekt, ein Handwerksbetrieb, eine Produktionsimmobilie und eine Lagerhalle folgen unterschiedlichen Marktmechanismen. Gerade bei Gewerbe- und Spezialimmobilien ist die Objekt- und Standortanalyse wichtiger als eine vermeintlich einfache Quadratmeterkennzahl.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Potsdam liefert ungewöhnlich tiefe Bewertungsdaten – sie müssen aber im richtigen Modell verwendet werden
Der Potsdamer Grundstücksmarktbericht ist für die Immobilienbewertung besonders ergiebig. Neben Kaufpreisen und Bodenrichtwerten veröffentlicht der Gutachterausschuss Sachwertfaktoren, Vergleichsfaktoren, Liegenschaftszinssätze, Rohertragsfaktoren, Preisindexreihen, GFZ-Umrechnungskoeffizienten und ausführliche Modellbeschreibungen.
Sachwertverfahren. Für Eigenheime gilt im Modell eine Gesamtnutzungsdauer von 80 Jahren. Der Regionalfaktor beträgt 1,0. Übliche Außenanlagen werden mit 4 % des vorläufigen Sachwertes des Hauptgebäudes angesetzt. Garagen, Carports, Dachgeometrien und besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale werden nach den veröffentlichten Modellregeln behandelt.
Ertragswertverfahren. Die veröffentlichten Liegenschaftszinssätze basieren auf modellkonformen Kaufpreisen und Reinerträgen. Die Gesamtnutzungsdauer beträgt im Modell unter anderem 80 Jahre für Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser, Eigenheime und Wohnungseigentum, 60 Jahre für Geschäftshäuser und 30 Jahre für Verbrauchermärkte. Das Mietausfallwagnis wird mit 2 % für Wohnen und 4 % für Gewerbe angesetzt.
Bewirtschaftungskosten. Der Bericht weist für 2026 unter anderem Verwaltungskosten von 367 €/Wohnung bei Wohngebäuden, 439 €/Eigentumswohnung und 48 €/Garagen-/Carport-/Tiefgaragenstellplatz aus. Die Instandhaltungskosten liegen 2026 bei 14,4 €/m² für Wohnungen, 4,3 €/m² für Lager-/Logistik-/Produktionshallen, 7,2 €/m² für Verbrauchermärkte und 14,4 €/m² für Büro-, Praxis- und Geschäftsflächen.
Vergleichsfaktoren. Die Potsdamer Matrizen sind keine Preislisten. Sie gelten innerhalb der jeweiligen Stichproben- und Modellgrenzen. Wohnfläche, Bodenwertniveau, Grundstücksfläche, Restnutzungsdauer, Baujahr, Vermietung und weitere Merkmale werden ausdrücklich berücksichtigt. Außerhalb des jeweiligen Gültigkeitsbereichs dürfen die Faktoren nicht einfach extrapoliert werden.
Ein veröffentlichter Sachwertfaktor, Liegenschaftszinssatz oder Vergleichsfaktor kann nur sachgerecht verwendet werden, wenn Bewertungsobjekt, Modellparameter, Bezugsgrößen und Datenbasis zusammenpassen. Genau hier beginnt die eigentliche sachverständige Einordnung.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Reihenhäuser und Doppelhaushälften nicht mit freistehenden Häusern vermischen
2025 wurden 110 Reihenhäuser und Doppelhaushälften verkauft – 62 % mehr als im Vorjahr. Bei mittlerem bis sehr gutem Bauzustand lagen die Wohnflächenpreise (Median) je nach Baujahresgruppe zwischen rund 4.800 und 5.500 €/m²; für Baujahre ab 2021 nennt der Bericht einen Median von 5.500 €/m² bei nur fünf Verkäufen.
+62 % zum Vorjahr
Median Wohnflächenpreis · 25 Verkäufe
Median Wohnflächenpreis · 29 Verkäufe
81 ausgewertete Kaufpreise · 2025
Der durchschnittliche Sachwertfaktor von 1,40 liegt deutlich über dem für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Bericht weist zugleich eine statistische Abhängigkeit des vorläufigen Sachwerts vom Sachwertfaktor nach. Für die Vergleichswertermittlung stehen eigene Matrizen nach Wohnfläche und Bodenwertniveau sowie Anpassungsfaktoren für Grundstücksfläche und Restnutzungsdauer zur Verfügung.
Auch innerhalb dieses Teilmarktes unterscheiden sich Baujahre. Die Median-Wohnflächenpreise reichen 2025 von 4.810 €/m² für Baujahre 1991–2001 bis 5.500 €/m² für Objekte ab 2021. Die Fallzahl der jüngsten Gruppe beträgt allerdings nur fünf Verkäufe.
Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025, dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, Grundstücksmarktbericht 2025.
Berlin ist der Standort – Brandenburg das regionale Tätigkeitsgebiet
Vom Standort Berlin aus übernehme ich Bewertungsaufträge in Berlin, Potsdam und im gesamten Land Brandenburg. Die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte bilden dabei eigenständige Immobilienmärkte.
Zum Tätigkeitsgebiet gehören unter anderem Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Oberhavel, Barnim, Havelland, Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).
Regionale Immobilienmärkte in Brandenburg
Die Immobilienmärkte in Brandenburg unterscheiden sich deutlich. Die Marktseiten werden deshalb nach den jeweils zuständigen Gutachterausschüssen und ihren regionalen Daten getrennt behandelt.
Immobilienbewertung in Berlin und Brandenburg
Verkehrswertgutachten
Ausführliche Bewertung mit vertiefter Prüfung und nachvollziehbarer Herleitung des Verkehrswertes.
Zur Leistung →Kurzbewertung
Sachverständige Wertermittlung mit Ortstermin und bewusst reduziertem Prüfungs- und Dokumentationsumfang.
Zur Leistung →Marktwertindikation
Überschlägige Schreibtischbewertung für eine erste Orientierung auf Grundlage vorhandener Unterlagen und Marktdaten.
Zur Leistung →Kaufberatung
Persönliche Besichtigung und sachverständige Einordnung vor einer Kaufentscheidung.
Zur Leistung →Flächenermittlung
Wohn-, Nutz- und Mietflächen: Aufmaß, Berechnung oder Plausibilisierung – bei Bedarf mit Übersichtsgrundrissen.
Zur Leistung →Mehrfamilienhaus, Gewerbe & Industrie
Individuelle Bewertung von Ertrags-, Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien sowie komplexeren Betriebsstandorten.
Zum Objektbereich →Unterschiedliche Auftraggeber – unterschiedliche Bewertungsanlässe
Privatkunden benötigen Immobilienbewertungen beispielsweise bei Kauf oder Verkauf, Erbschaft, Trennung, Vermögensfragen oder zur allgemeinen Orientierung. Kanzleien, Unternehmen & Institutionen benötigen belastbare Immobilienwerte unter anderem für unternehmerische, rechtliche, finanzierungsbezogene oder steuerliche Fragestellungen.
Immobilienbewertung für Kanzleien, Unternehmen und Institutionen →
Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktdaten in Brandenburg
Die örtlich zuständigen Gutachterausschüsse führen Kaufpreissammlungen, ermitteln Bodenrichtwerte und leiten weitere für die Wertermittlung erforderliche Daten ab.
Ein Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert eines konkreten Grundstücks. Er bezieht sich auf ein modellhaftes Bodenrichtwertgrundstück innerhalb einer Zone. Abweichende Grundstücksmerkmale und die konkrete Marktsituation sind bei der Bewertung zu prüfen.
Häufige Fragen
Bewerten Sie Immobilien im gesamten Land Brandenburg?
Ja. Vom Standort Berlin aus übernehme ich Bewertungsaufträge in Potsdam sowie in den Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs.
Ist der Bodenrichtwert bereits der Wert meines Grundstücks?
Nein. Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für ein modellhaftes Grundstück innerhalb einer Bodenrichtwertzone. Das konkrete Grundstück kann davon abweichen.
Bewerten Sie auch Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien?
Ja. Zum Bewertungsspektrum gehören neben Wohnimmobilien auch Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gewerbe-, Produktions- und Industrieimmobilien.
Welche Bewertung ist für meinen Fall die richtige?
Das hängt von Bewertungsanlass, Objektart und benötigter Aussagetiefe ab. Die Leistungsübersicht stellt die Bewertungsformen gegenüber.
JK-Wertermittlung Berlin
Kolonnenstraße 8
10827 Berlin
Tel.: 030 22 02 73 35
info@jk-wertermittlung.de
Zum Bewertungsspektrum gehören Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser, Gewerbeimmobilien, Industrie- und Spezialimmobilien sowie unbebaute Grundstücke.
